50 Jahre Physiotherapeutin

Einführung
Vor zwölf Jahren, anlässlich meines 50-jährigen Berufsjubiläums als Physiotherapeut, habe ich einen Rückblick auf die Höhen und Tiefen unseres schönen Berufs gemacht. Sie verschwand in einer Schublade meines Schreibtisches. Einige Kollegen und ehemalige Patienten drängten mich, ihn wieder hervorzuholen. Heute haben sich die Dinge natürlich geändert, aber die Absicht ist mir geblieben. Und es macht vielleicht trotzdem Spaß, es zu lesen.

Der 1. Juni 2011 war der Tag. An diesem Tag war ich seit 50 Jahren Physiotherapeutin. Wie hat das alles angefangen? Hat sich unser Beruf verändert? Macht er noch Spaß?

Ich wurde als "Sprungkind" geboren. Es war der 29. Februar 1936, ein schöner Jahrgang. Für meine Eltern und Familie war das Ereignis ein schönes Geschenk. Ein Lichtblick in einer Welt, die besonders in Deutschland unruhig war. Für viele sogar beängstigend.

Ich bin in einer schönen Umgebung aufgewachsen. Mein eigenes Zimmer, viele Spielsachen und eine Mama und ein Papa, die mich sehr verwöhnt haben. Leider würde ich kein Geschwisterchen bekommen. Nein, ich würde allein bleiben. Aber dann wirklich ganz allein. 1942 wurden meine Eltern über Westerbork nach Auschwitz transportiert, wo sie vergast und mit Tausenden von anderen ermordet wurden.
Ich überlebte den Krieg, weil ich an neun verschiedenen Adressen untertauchen konnte. Nach dem Krieg kehrte ich als asthmatischer, kleiner, verängstigter Junge nach Amsterdam zurück. Vier Jahre hinter meinen Altersgenossen zurück. Aber am Ende ist alles gut gegangen*.

Ich besuchte die Dongeschool in Amsterdam. Eine schöne Grundschule, in der ich nicht nur Rechnen und Lesen lernte, sondern auch das Spielen. Etwas, das ich während des Krieges nie tun durfte oder konnte. Danach besuchte ich das Amsterdamer Lyzeum, um schließlich auf die Zweite Öffentliche Handelsschule (OHS) zu gehen. Das erwies sich als eine falsche Entscheidung. Nicht, dass die Schule nicht gut gewesen wäre oder keinen Spaß gemacht hätte, ganz im Gegenteil. Schließlich wollte ich ja Arzt werden. Aber es gab kein Griechisch und Latein in meinem Paket. Also ging ich in den 'Handel'. Ich machte eine Ausbildung bei der bekannten Holzhandlung Ambagtsheer und van der Meulen als Direktionsassistent. Unter achtzig reinrassigen Amsterdammern im Holzhafen wurde ich gut ausgebildet. In allen Bereichen.

Eine andere Ausbildung
Eines Tages sah meine (Pflege-)Mutter eine Anzeige in der Zeitung: Ausbildung zum Heilgymnastik-Masseur. Es war ein dreijähriger Abendkurs an der Fachschule für Heilgymnastik und Massage in der Kerkstraat in Amsterdam. Das schien mir etwas zu sein. Zwar kein Arzt, aber etwas Ähnliches. Mit Menschen arbeiten, die etwas haben. Meine Vorbildung war mehr als ausreichend, um mich einschreiben zu können. Es gab auch keinen ‘Rahmen’, in den ich passen musste. Ich war sehr motiviert und das war ausreichend. So begann ich 1957 ein Studium, das ich nie bereut habe. Im Gegenteil. Es war glücklicherweise eine Abendausbildung, sodass ich einfach in der Holzhandlung weiterarbeiten konnte. Der Unterricht fand in der Praxis von Jan Rodenburg in der Kerkstraat in Amsterdam statt. Im ersten Stock. Herr Rodenburg gab selbst die Massagestunden, sowohl die Theorie als auch die Praxis. Manchmal übernahm seine Mutter sie ein paar Mal. Die anderen Stunden wurden hauptsächlich von Doktor Eckhardt gegeben. Ein großartiger Mann, mit einem fantastischen Wissen, das er auch auf die Studenten übertragen konnte. Manchmal übernahm Doktor van Hasselt (der bekannte und berühmte Hausarzt) seine Stunden.

Der Abend begann um sechs Uhr und endete um halb elf. Viele von uns arbeiteten tagsüber und mussten sich dann beeilen, um pünktlich zu erscheinen. Es war nicht einfach. Im ersten Jahr musste man viel Stoff auswendig lernen wie: Anatomie, Physiologie und Hygiene. Alle Muskeln, Knochen und Gelenke. Und ihre Funktionsweise. Der Unterricht über Hygiene war absurd umfangreich. So musste man zum Beispiel wissen, dass ein Päckchen Butter nicht neben einem Päckchen Margarine in den Regalen liegen durfte. Aber es gehörte zur Ausbildung. Natürlich wurde auch viel Wert auf die Erste Hilfe gelegt. Das zweite Jahr wurde größtenteils von Vorlesungen über Pathologie, die Lehre von Krankheiten und Orthopädie, Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie die Knochen und Muskeln, eingenommen. Es machte mir erst richtig Spaß, als wir mit den Massagekursen begannen. Spüren, wo der Schmerz saß, den Schmerz wegmassieren. Großartig. Im dritten Jahr musste man ein Praktikum absolvieren. Ich hatte Glück, dass ich im damaligen Wilhelmina Gasthuis bei dem berühmten Arzt und Tennisspieler Hans van Swol eingeteilt wurde.
Hier lernte ich erst das wahre Fach. Van Swol war streng und sehr professionell. Zu spät kommen gab es nicht. Etwas zweimal sagen war ausgeschlossen. Zuhören, nicht jammern! Die weiblichen Patientinnen fanden es manchmal seltsam und unangenehm, dass ein junger Masseur die Kabine betrat. Wenn ich dann fragte, ob sie ihren Pullover oder ihre Bluse ausziehen wollte, weigerte sich die Patientin manchmal. Ich wusste dann nicht, was ich tun sollte. Dann kam van Swol herein und es war schnell erledigt. Entweder die Kleidung aus oder nach Hause. Nach einiger Zeit hatten sich sowohl die Patientin als auch ich daran gewöhnt. Für die theoretischen Fächer erhielt ich die Unterstützung von Henk van Leeuwen. Er war studierter Physiotherapeut und arbeitete im Krankenhaus. Viel Wissen habe ich ihm zu verdanken. Danach musste ich Praktikum im Rehabilitationszentrum ‘De Hoogstaat‘ in Leersum machen. Eine fantastische Zeit hatte ich dort. Mein Lehrmeister hier war Theun Andeweg. Ein Meister seines Fachs. Ich fühlte mich dort als vollwertiger Masseur und Übungstherapeut. Ich wurde ‘der Henker’ genannt, wegen meiner gewagten harten Vorgehensweise und Behandlungen. Aber die Ergebnisse waren so gut, dass man mich fragte, ob ich nach meiner Praktikumszeit nicht bleiben wolle. Ich behandelte hier sehr schwer behinderte Patienten. Die Ursache war meist ein Motorrad-Auto-Unfall oder ein Sturz.

Ein Patient ist mir immer in Erinnerung geblieben. Der Mann war Chirurg. Er steht zu operieren, macht einen Fehltritt und rutscht aus. Er landet auf dem Kopf und fällt ins Koma. Er muss operiert werden. Was schließlich übrig bleibt, ist ein Pflegefall. Furchtbar. Ein Kind von ungefähr sechs Jahren. Während der Behandlung singe ich Kinderlieder mit ihm. “In den Haag da wohnt ein Graf” kann ich noch fehlerfrei singen. Am Anfang war ich aufgeregt bei solchen Patienten. Aber man lernt damit umzugehen. Und gewöhnt sich daran. Ich hätte gerne im ‘Hoogstraat’ geblieben, aber es kam etwas dazwischen! Mein Massagemeister Jan Rodenburg war der Betreuer von AJAX*. Er fand meine Massage so gut, dass er mich fragte, ob ich nicht mit zu Ajax wollte, dann könnte ich ihm assistieren. Ich war verkauft. Zuerst dreimal pro Woche und später jeden Tag. Mein Gehalt betrug 250 Gulden pro Quartal. Die Spieler waren zufrieden mit meiner Arbeit und als Rodenburg nach einem Jahr aufhörte, durfte ich bleiben. Das habe ich vierzehn Jahre durchgehalten. Selbstverständlich stieg mein Gehalt. In der Goldenen Zeit verdiente ich 14tausend Gulden netto pro Jahr. Kein Überfluss, aber ich fand die Arbeit fantastisch.

Inzwischen war ich für meine Vorprüfung, mein Propädeutikum, bestanden. Nach dem dritten Jahr kam die Endprüfung. Das war in Den Haag. Eine Staatliche Prüfung. Wir haben mit vierzehn Studenten gleichzeitig geprüft. Zuerst die Praxis. Wir bekamen eine gymnastische Lektion von einem ‘Verrückten’. Er wollte sicherlich zeigen, wie gut er war. Nach vierzig Minuten lagen wir alle für tot auf dem Boden. Ich hatte eine Sechs erzielt, während ich dachte, eine Goldmedaille verdient zu haben. Danach Orthopädie, Pathologie, Massage und Theorie der Übungstherapie. Ich war zufrieden. Die Prüfungskommission nicht. Ich fiel durch! Meine Welt brach zusammen. Ich war gebrochen. Wirklich wahr. Ich fiel in das bekannte ‘schwarze Loch’. Ich wollte nichts mehr. Ich schimpfte auf die ganze Welt und besonders auf diese alten, staubigen Leute von der Prüfungskommission. Ich arbeitete noch bei Ajax und dort begann eigentlich mein so erfolgreiches Leben.


Der Anfang
Das Jahr darauf, 1961, bestand ich mit einer Zehn für Massage. Gerechtigkeit fand ich selbst. Nach vierzehn Jahren bei Ajax gearbeitet zu haben und ich dort durch meine Arbeit ein bekannter Niederländer geworden war, wurde ich gezwungen, eine eigene Praxis zu beginnen. Eine Zeit des knallharten Arbeitens brach an.
Ich meldete mich zuerst bei der Amsterdamer Krankenkasse AZA, Algemeen Ziekenfonds Amsterdam, und der Krankenkasse Amstelveen an. Es begann zuerst zu Hause in der Biesbosstraat in meinem Schlafzimmer. Das wurde für eine Weile geduldet. In der Mitte meines nicht allzu großen Zimmers stand die Massageliege. Mehr gab es eigentlich nicht. Wohl ein Waschbecken, wo dann noch mein Rasierapparat und meine Zahnbürste standen. Ein Klappbett, auf dem die Kleidung des Patienten abgelegt werden konnte. Übungen konnten nur auf der Massageliege gegeben werden.

Die Krankenkasse
Dann heiratete ich Conny van der Sluis, an einem Sonntag, an dem Ajax nicht spielen musste.
Wir zogen in die van Breestraat. Dort hatte ich Raum. Ich richtete das große vordere Zimmer im ersten Stock als Behandlungsraum ein. Alles gemäß den Richtlinien der Krankenkasse.
1. Ein gut erreichbarer und gut belüfteter Raum.
2. Ein nicht glatter Bodenbelag, der keinen Staub anzieht. Also keine Teppiche oder festen Bodenbelag.
3. Ein Wandregal muss vorhanden sein. Ein Spiegel für die Übungstherapie. Damit der Patient sich selbst sehen kann.
4. Ein Stuhl und eine gute Gelegenheit, die Kleider aufzuhängen.
Ein Massagetisch, der auf der richtigen Höhe steht, mit einem Hocker. Es muss auch eine Rolle vorhanden sein, um unter die Knie des Patienten gelegt zu werden.
6. Nicht riechende Massageöl.
7. Ein Waschbecken, um die Hände mit einem Stück Seife waschen zu können. Eine Toilette
8. Gute Beleuchtung.
9. Ausreichend Handtücher, um die Körperteile abdecken zu können, die nicht massiert werden mussten.
10. Ein Schuhanzieher.
11. Um üben zu können, müssen Keulen und mindestens ein Medizinball vorhanden sein.

Der Kontrollarzt der Krankenkasse kam persönlich, um zu inspizieren, ob alles in Ordnung war. Nervös wartete ich sein Urteil ab. Aber es kam keine Rückmeldung. Ein Brief sollte folgen. Zwei Wochen später erhielt ich ihn. Doktor van der Bijl wünschte mir Erfolg. Alles war in Ordnung befunden worden. So lief das in den Sechzigerjahren. Gute Kontrolle über die Arbeit und deren Ausführung. Regelmäßig wurden Patienten von der Krankenkasse vorgeladen. Sie wurden dann von einem Kollegen, der beim Fonds angestellt war, befragt. Ob man mit dem Heilgymnast-Masseur zufrieden war. Ob er oder sie gute Arbeit leistete. Wahnsinnige Fragen. Wie konnte und kann ein Patient beurteilen, ob er gut massiert oder behandelt wird. Aber die Krankenkasse legte viel Wert auf das Laienurteil des Patienten. Glücklicherweise war man mit mir zufrieden! Ich erfüllte also die Anforderungen von AZA, AOZ und ZZ, die später in ZAO übergingen. Krankenkasse Amsterdam und Umgebung.. So begann ich meine Karriere, die fünfzig Jahre gedauert hat. Natürlich war es nicht so einfach, wie es jetzt scheint.
Die Patienten wurden dann nur auf ärztlichen Rat hin behandelt. Ohne Überweisung durfte man nicht behandeln. Am Ende der Behandlungsperiode musste man dem Überweiser einen ausführlichen Bericht mit seinen Erkenntnissen schicken. Für die Abrechnung mit der Krankenkasse musste man gut und klar ausgefüllte Listen mit den Namen, dem Geburtsdatum, der Erkrankung und der verabreichten Therapie aufschicken. Auch dies wurde regelmäßig vom Fonds kontrolliert. Viele Patienten fanden dies sehr lästig. Eine Art Kreuzverhör. Die Kollegen, die im Dienst der Krankenkasse waren, waren nun nicht gerade die beliebtesten Kollegen. Sie hatten zu viel Macht, Einfluss meine ich damit. Vom Schreibtisch aus wurde oft entschieden, ob ein Patient mit den Behandlungen weiter machen durfte oder nicht. Das gab oft Spannungen mit dem Patienten.

Die Gesellschaft
Es war für mich eine schöne Zeit, in der harte Arbeit noch belohnt wurde. Man hatte damals auch noch nichts von der absurden Einmischung der Berufsgenossenschaft. Die Niederländische Gesellschaft für Heilgymnastik und Massage war damals noch eine Organisation, die für ihre Mitglieder kämpfte. Sie tat sich nicht als übergriffige Organisation hervor, sondern half den Mitgliedern, wo es nötig war. Ich wurde dann auch ein stolzes Mitglied. Zwar gab es Mindestvergütungen. Für eine Behandlung in der Praxis erhielt man fünf Gulden. Wenn man einen Patienten zu Hause behandeln musste, konnte man sieben Gulden und fünfzig Cent abrechnen. Kein fettes Geschäft. Aber es war ein freier und neuer Beruf. Ich fand es wunderschön und konnte sehr gut mit den Patienten umgehen. Die meiste Zeit verbrachte ich jedoch im Ajaxstadion. Für jeden studierten Absolventen gab es sofort Arbeit. Die Krankenhäuser, Rehabilitationszentren hatten immer Platz für einen Heilgymnastiker-Masseur. Aber der Beruf war nicht wirklich ‘heiß’. Es gab noch zu wenige Ärzte, die den Beruf wirklich ernst nahmen. “Es sind meist Menschen, die Doktor spielen wollen”, wurde oft gesagt. Auch die Zusammenarbeit verlief sehr schleppend. Die Ärzte waren (und sind) oft schwer zu erreichen. Etwas, das einer Besprechung nicht zugutekam. Ich habe es nie für gut befunden, dass frischgebackene Physiotherapeuten sofort eine eigene Praxis eröffnen konnten. Ich war mehr für die Praxis, so wie sie bei den Hausärzten geregelt ist. Zuerst ein Jahr in einer bestehenden Praxis mitlaufen, wo man die Praxis dann viel besser im Griff hatte. Eine Art Physiotherapeutenassistent.

Möglichkeiten
Heutzutage kann man als ausgebildeter Physiotherapeut in einem Krankenhaus, einer Privatpraxis, einem Rehabilitationszentrum, einem Pflegeheim, einer psychiatrischen Klinik, einem Gesundheitszentrum, bei einem Sportverein, bei einem Unternehmen, im Bildungswesen und in einem Fitnessstudio arbeiten. Hierfür muss man jedoch einen zusätzlichen Kurs belegen. In der regulären Ausbildung zum Physiotherapeuten lernt man wenig bis gar nichts über ein Fitnessstudio. Dort gibt es Lehrpläne, die meist auf Englisch verfasst sind. Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber Begriffe wie Pilates (Fortgeschritten), Body Shape und Step and Shape sind sehr gebräuchlich. Die Übungsmaterialien stammen fast alle aus Amerika. Auch die Ausbildung ist anders als zu meiner Zeit.

Ausbildungen
Wenn Sie eine der vielen Ausbildungen im Internet anklicken, sehen Sie, dass die Ausbildung unter der Rubrik HBO-Ausbildung Physiotherapie fällt. Man muss dann mindestens ein Mbo-Diplom auf Niveau 4 besitzen. Ein HAVO-, VWO-Diplom gewährt Zugang zu jedem Profil. Was auch immer das sein mag.
Wie erfahren Sie weiter, ob es eine geeignete Ausbildung für Sie ist? Eine der Ausbildungen hat im Internet eine Tabelle stehen.
a. bist du geschmeidig und flink?
b. Möchtest du gerne Menschen helfen?
c. Bist du neugierig, wie dein Körper sich bewegt?
d. Gehst du gerne mit unterschiedlichen Leuten um?
e. Sind Sie bereit, als Testperson für einen Kommilitonen zu fungieren?
Spricht es dich an, Menschen zu behandeln und zu begleiten?
g. Magst du keinen Körperkontakt?

Dann ist diese Ausbildung wohl etwas für dich. Ich denke, dass das unter f und g Geforderte selbstverständlich sein sollte. Gerade deswegen möchte man Physiotherapeut werden.

Aber zurück zu meiner Zeit. Meine Praxis bestand damals, neben Sportverletzungen, hauptsächlich aus Patienten mit Lungenproblemen, wie Asthma und Lungenemphysem, rheumatischen Beschwerden und orthopädischen Leiden. Auch kamen Patienten mit neurologischen Erkrankungen in die Praxis. Die Hausärzte wussten damals wenig oder nichts über unsere Behandlungen. Heutzutage hat sich das vielleicht etwas gebessert. Einige Jahre später kam neben der Ausbildung zum Heilgymnasten die Ausbildung zur Physiotechnik. Die Lehre der Behandlung mit Wärme, Wasser und Strom. Es war für mich eine harte Ausbildung. Ich hatte wenig Zeit wegen meiner Arbeit bei Ajax. Man musste wieder Praktikum machen und das war für mich fast unmöglich. Doch fand ich einen schönen Platz. Die Hoogovens in IJmuiden bei Herrn Peper. Ich hatte Glück. Er hatte Verständnis für meine Situation und fand es gut, dass ich nur am Mittwochmorgen anwesend sein würde. Er unterschrieb ordentlich mein Praktikumsheft, als ob ich drei Monate lang jeden Tag Praktikum gemacht hätte.
“Du hast so viel Talent, dass du es auch ohne dein Praktikum schaffst”, sagte er, als ich wirklich nicht mehr kommen konnte. Ajax verschlang mich völlig. Ich hätte ihn küssen können. Wenn man dann das Diplom Physiotechnik bestanden hatte, musste man es beim Ministerium für Volksgesundheit abliefern, zusammen mit seinem Diplom als Heilgymnast-Masseur. Dann erhielt man das Diplom als Physiotherapeut. Ich bestand. Mit Mohrenköpfen in der Ajax-Kabine wurde mein Bestehen gefeiert. Nun war ich Physiotherapeut. Unter dem Beisein aller Spieler und Trainer Buckingham wurde meine Tafel an die Wand geschlagen. Später wurde die Tafel gestohlen. Ich hatte damals viel mehr Möglichkeiten zur Behandlung. Neben dem Massieren nutzte ich Infrarotstrahler, ultrakurze Wellen, Stromtherapie (faradischer und galvanischer Strom. Später kam stattdessen die Interferenz), Sauna und Wassertherapie, wie Unterwassermassage.

Kanada
Aber mir fehlte eine Ausbildung zur Sportphysiotherapie. Von Ajax durfte ich im Juli drei Wochen nach Kanada. Bei den Toronto Maple Leafs, dem Eishockey- und Footballclub, wurde ich von ihrem Physiotherapeuten Karl Ellieff nachgeschult. Ich konnte dann sehen, wie man dort einen Sportclub professionell führt. Ich habe dort in diesen wenigen Wochen viel gelernt. Ein Jahr später bin ich noch einmal hingegangen.

Sportphysiotherapeut
So I could also call myself a sports physiotherapist in the Netherlands. I was proud of that. Sports physiotherapy did not yet exist in the Netherlands. Neither did sports medicine. Those were general practitioners who also liked to treat sports injuries. Therefore, I am often called the ‘Godfather of Sports Physiotherapy”. A title I am quite proud of.
Ich hatte nun viel mehr Einblick in das Entstehen und die Behandlung der Sportverletzungen. Auch konnte ich die Patienten nun präventive Maßnahmen treffen lassen. Empfindliche Gelenke, wie Knöchel und bei manchen Sportarten die Finger (Basketball, Volleyball und Handball) tapen. Die Knöchel und Knie konnte ich auch schon bandagieren. Das tat ich bei Ajax immer. Ich lernte den Spielern auch selbst, wie sie ein Gelenk bandagieren oder tapen konnten. Hierdurch nahmen die Verletzungen ab und verhinderte ich oft eine Verletzung. Aber auch bei meinen ‘gewöhnlichen’ Patienten wendete ich diese Maßnahmen an.

Zwei Arten von Patienten?
Gibt es einen Unterschied zwischen einem ‘normalen’ Patienten und einem Sportler? Und insbesondere einem Spitzensportler? Sportler werden im Allgemeinen viel intensiver behandelt als ‘normale’ Patienten. Zunächst einmal oft mehrmals täglich. Auch die Behandlungsdauer ist länger. Häufig dauert eine Behandlung mehrere Stunden. Heutzutage liegt der Schwerpunkt auf der ‘Rehabilitation’. Zu meiner Zeit wurde sehr viel massiert. Es wurden häufig Geräte eingesetzt. Ich arbeitete sehr viel mit Paraffinwickeln und tiefen Reibungen. Erst wenn die Schmerzen vorbei waren und der Sportler selbst der Meinung war, dass er wieder trainieren könne, begann ich mit der ‘Rehabilitation’. Gemeinsam mit Bob Haarms (dem Reha-Trainer von Ajax) wurde ein Spieler dann gründlich behandelt. Meistens musste man ihn etwas bremsen. Er wollte so schnell wie möglich wieder loslegen. Mein Motto lautete immer: ”Lieber eine Woche zu spät als einen Tag zu früh”. Und das gilt ganz besonders für Muskelverletzungen. Heutzutage sind viele Sportler mit Muskelverletzungen unnötig lange außer Gefecht gesetzt. Das liegt oft daran, dass man immer wieder zu früh anfängt. Eine Muskelverletzung muss vollständig ausgeheilt sein, bevor der Sportler wieder anfangen kann. Das kann manchmal vier bis sechs Wochen dauern, bis die Verletzung überwunden ist. Dass man nichts mehr spürt, bedeutet nicht, dass die Muskelverletzung auch wirklich ausgeheilt ist. Viele Muskelverletzungen entstehen durch übermäßiges Dehnen. Durch zu intensives Dehnen entstehen oft winzige Muskelrisse. Sie sind so klein, dass der Sportler sie kaum spürt. Aber die Muskeln sind dadurch anfälliger geworden. Muss dann ein langer Sprint absolviert werden, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, sich (erneut) zu verletzen. Am bekanntesten ist die Oberschenkelverletzung – die Muskeln an der Rückseite des Oberschenkels. Ich war daher nie ein Befürworter des Dehnens. Vor allem nicht bei Sportlern, die sehr verletzungsanfällig waren. Amerikanische Studien geben mir darin Recht. Ein gutes Aufwärmen ist um ein Vielfaches besser als Dehnen. Spieler/Sportler, die häufig Muskelverletzungen erlitten, mussten immer im ‘Kraftraum’ zusätzlich trainieren. Dabei wurde mit schweren Medizinbällen gearbeitet. Wenn eine Verletzung ohne erkennbare Ursache zu lange anhielt, wurde Rücksprache mit dem Arzt gehalten, und oft wurde die Behandlung dann durch eine Spritze unterstützt. Das hat mir nie gefallen, aber wenn der Spieler selbst darauf bestand, konnte ich nichts mehr dagegen einwenden. Letztendlich ist der Sportler selbst für sein Handeln verantwortlich, und der Arzt sowie der Physiotherapeut können nur beraten. In den 1960er Jahren gab es natürlich nur wenige Physiotherapiepraxen. Ganz anders als heute. Früher stand an jeder Straßenecke eine Bank, heute findet man dort eine Physiotherapiepraxis. Es gibt mittlerweile ein zu großes Angebot an Gesundheitsdienstleistern. Das scheint mir keine gute Sache zu sein. Zu oft hat heute der Patient das Sagen. Er oder sie sagt, was zu tun ist: ”Ich muss massiert werden, ich möchte Übungen machen. Der Arzt sagt …”. Es ist zwar gut, dass Patienten heutzutage nicht mehr immer überwiesen werden müssen und selbstbestimmter sind. Aber der Physiotherapeut bleibt der Chef! Früher gab es kaum bis gar keine Spezialisierungen. Der Therapeut behandelte jeden Patienten. Unabhängig von der Erkrankung. Manchmal gab es zwar einen Therapeuten, der ausschließlich Kinder behandelte. Aber das war es dann auch schon.

Spezialitäten
Veel later kwamen de specialisaties. Manueeltherapeuten, acupuncturisten, haptonomen, sportfysiotherapeuten. Sommige therapeuten waren gespecialiseerd in bijvoorbeeld alleen de schouder, het bekken, de longen of de knie. Weer anderen hielden zich alleen bezig met musici of balletdansers. Weer later kwamen de fysiotherapeuten die zich specialiseerden in de oedeemtherapie, psychosomatische therapie, en de therapie bij geriatrische patiënten. Wij behandelden ook zeer veel oorlogsslachtoffers. Deze patiënten vereisten een speciale aanpak Het ging vaak niet alleen om de lichamelijke klacht maar vaak meer nog om de psychische problemen. Bovendien was de behandeltijd van deze patiënten veel langer dan normaal. Toch mocht voor deze patiënten geen ander tarief berekend worden. In mijn tijd was je dus ‘gewoon’ fysiotherapeut. Wij behandelden alle aandoeningen. Al lag mijn interesse in die tijd meer bij de (sport-)blessures. Dat waren uiteraard niet alleen voetballers. Ook balletdansers, artiesten, atleten, basketballers, wielrenners, roeiers en anderen kwamen veelvuldig in de praktijk als ze geblesseerd waren geraakt door een val of stoot of overbelasting. Al deze mensen vereisten een speciale aanpak. Het was echt niet alleen éven’ de blessure behandelen. We keken naar het schoeisel, de kleding, het trainingsprogramma, de houding tijdens het sporten of spelen. Hierop stelden wij de therapie samen. In die tijd waren we koploper met onze aanpak en hierdoor was de praktijk overvol. Niet iedereen kon zo maar worden behandeld. Men moest bij ons verwezen worden door een arts.

Verwijspatroon
Das Überweisungsmuster war jedoch eng mit dem Wissen des Arztes verbunden. Seine Einsicht war zu dieser Zeit unzureichend. Oft sogar abwesend. Regelmäßig riefen mich Ärzte an und fragten, ob sein Patient behandelt werden könne. Und was ich dann tat. Einmal im Monat, am Montagabend, kamen immer einige Spezialisten und Hausärzte zu mir, um zu sehen, wie ich arbeitete. Dann gab ich eine Art ‘Weiterbildungskurs’. Heute spricht man von einem ‘Workshop’. Dadurch bekam ich sehr guten Kontakt zu diesen Ärzten. Ich nenne die Spezialisten Stork, Hootsmans, de Voogd, Wawaruntu, Marti, v.d. Bijl, Noach und van Swol, die Hausärzte Levie, Weijel, de Goey, May, Dokter und später noch Verhorst und van der Hart, Hoonhout und Sarlui. Und viele viele andere. Es waren großartige Abende und für alle sehr lehrreich. Heutzutage haben die Ärzte leider so viel zu tun, dass sie keine Zeit mehr für solche Dinge haben. Ich berichtete jeden Monat über das Wohl und Wehe ihrer Patienten. Oft besuchte ich diese Ärzte, um bestimmte Probleme zu besprechen. Aber es war natürlich auch einfach, die Ärzte telefonisch zu erreichen. Trotz ihres vollen Terminkalenders waren sie immer bereit, mir Rede und Antwort zu stehen.

Erreichbarkeit
Heutzutage ist das – von wenigen Ausnahmen abgesehen – ganz anders. Um einen Arzt ans Telefon zu bekommen, muss man mehrmals anrufen. Entweder ist er gerade im Gespräch oder der Anrufbeantworter ist eingeschaltet. Ein Rückruf seitens des Arztes kommt meist nicht in Frage. Die Arzthelferin übernimmt das Gespräch und fragt dann beim Arzt nach, ob er oder sie kurz Zeit hat, oder sie leitet meine Frage weiter. Das ist oft ärgerlich. Es kommt regelmäßig vor, dass ein Therapeut den Arzt sofort braucht und das dann nicht klappt. Der Kontakt zum Facharzt oder Hausarzt ist von großer Bedeutung. Nicht nur für den Physiotherapeuten, sondern vor allem für den Patienten. Darf der Patient überhaupt massiert werden? Nimmt er Blutverdünner oder Betablocker ein? Hat er Fremdkörper im Körper? Zum Beispiel eine künstliche Hüfte oder ein künstliches Knie. Ich erinnere mich an eine Patientin, die von uns mit Ultrakurzwellen behandelt werden sollte. Der Arzt hatte in seinem Schreiben an uns versäumt zu erwähnen, dass die Patientin einen Herzschrittmacher hatte. Auch die Patientin hatte es nicht erwähnt, weil es für sie so selbstverständlich war. In einem solchen Moment muss man den Arzt kurz anrufen können. Und was ist mit dem Patienten, der im Wartezimmer eine Hirnblutung erlitt? Der Arzt war nicht erreichbar, aber glücklicherweise konnten wir den Patienten im damaligen Wilhelmina-Gasthaus unterbringen. Später kam der Arzt mit Blumen, um sich bei uns zu bedanken! Die Überweisung wurde zu einer so wichtigen Angelegenheit, dass der damalige Staatssekretär für Gesundheit, Dick Dees, 1989 der ‘eingeführten Einführung eines Systems zur Überweisung durch den Hausarzt an den Physiotherapeuten in begrenztem Umfang“ zustimmte. ”Auf diese Weise könnte effizienter und kostengünstiger gearbeitet werden. Hausärzte können gezielt zur Beratung überweisen, wodurch der Facharzt wiederum weniger unnötige Behandlungen durchführt. Außerdem kann der Physiotherapeut sein Fachwissen besser in der häuslichen Pflege und im Hausarztpraxis einbringen. Die Umsetzung dieses Plans kostete von 1990 bis 1992 600.000 Gulden. Die Regelung hatte experimentellen Charakter.“  Heutzutage benötigt man glücklicherweise keine Überweisung mehr. Das hat den Vorteil, dass ein Patient viel schneller behandelt werden kann und sich ein Arztbesuch erspart. Nur bei chronischen Erkrankungen (die auf der Liste von Borst, dem damaligen Gesundheitsminister, aufgeführt sind) ist seit 2008 noch eine Überweisung und oft auch eine Genehmigung erforderlich.

Verweisen
So einfach wie dies geschrieben war es natürlich nicht. Durch sein geringes Wissen über Physiotherapie weiß der Arzt nicht, dass ein Physiotherapeut viel mehr kann als nur ‘reiben’. Der Physiotherapeut wurde oft als eine Art Garderobe betrachtet, an die man alles hängen konnte. Hatte ein Patient Schmerzen und der Arzt wusste nicht, was es war, dann lautete seine Therapie: der Physiotherapeut. So ging es mit vielen Beschwerden. Aber durch diese begrenzte Einsicht wurde auch zu wenig überwiesen. Der Hausarzt schickt seinen Patienten dann lieber zu einem Spezialisten. Mit dem Ergebnis, dass der Patient viel zu oft unnötige und manchmal sogar gefährliche Untersuchungen durchlaufen muss. Außerdem gibt es eine Wartezeit, bis der Patient gesehen werden konnte. Dann gerät er oder sie in einen oft unnötigen Prozess:

1. Oft unnötige Röntgenaufnahmen
2. Schädliche Medikamente, mit Nebenwirkungen
3. Nicht notwendige Aufnahme
4. Überflüssige Ruhekur
5. Betriebsunterbrechung.

Door dit alles schieten de kosten omhoog. Fysiotherapie is vele malen goedkoper en die wordt de patiënt dus vaak onthouden. Wordt men wel verwezen, dan is het behandeladvies van de dokter vaak onjuist of onvoldoende. Dit alles geeft onnodige problemen, soms zelfs conflicten, waarvan de patiënt dan de dupe kon worden.

Freie Wahl?
Heutzutage geht es also zum Glück anders. Der Patient ist frei, zu einem Physiotherapeuten zu gehen. Einen seiner oder ihres eigenen Wahl. Obwohl manche Ärzte oft ihren ‘eigenen’ Physiotherapeuten haben. Leider ist es derzeit zu weit fortgeschritten. Es gibt Krankenkassen, die möchten, dass der Therapeut genau tut, was sie wollen. Wenn er dann einen Vertrag mit der Krankenkasse unterschreibt, dann bekommt dieser Therapeut etwas mehr bezahlt. Schändliche Praktiken, gegen die viel Widerstand besteht. Glücklicherweise. Man schaut heutzutage nicht so sehr auf die Behandlungen, sondern lieber auf die Kosten davon. Alles muss so billig wie möglich sein. Dazu braucht man dann wieder Manager, um all dies auszurechnen und zu kontrollieren. Eine falsche Sache also, wie so vieles falsch ist und geht in der medizinischen Welt. Der bekannte Spezialist Professor Smalhout schrieb ganze Kolumnen darüber.

Verwijspatroon
Wie steht es um das Überweisungsmuster des Arztes?
Ärzte, die überweisen, haben natürlich auch ein Erwartungsmuster in Bezug auf die Physiotherapie. Daran ist meist das Überweisungsmuster gekoppelt.

1. Der Patient hat eine erkennbare Erkrankung. Der Arzt weiß genau, was dem Patienten fehlt und überweist ihn/sie. Dies ist dann eine bewusste Überweisung.
2. Der Arzt weiß es nicht genau und kann selbst nichts (mehr) daran tun. Er überweist ihn/sie weiter. Der Patient ist jetzt erstmal untergebracht. Ich habe erstmal Ruhe. Patienten kommen vorerst nicht in die Praxis.
3. Oder der Arzt denkt: ‘Wieder wird etwas getan. Der Patient ist (vorerst) zufrieden.’.
4. Der Arzt weiß es nicht. Der Patient hat undefinierbare Beschwerden. Ein kleiner Schmerz hier und da.
Vielleicht kann der Physiotherapeut Abhilfe schaffen. Warten Sie ab, was das Ergebnis der Behandlung ist. Möglicherweise Schmerzreduktion. Es wird auf jeden Fall etwas dagegen unternommen.
5. Der Patient wird zur Arbeit geschickt. Übung ist das Rezept. Auch zu Hause.
⁶. Der Patient wird (kurzzeitig) aus seiner/ihrer Isolation geholt.
7. Eigen verzoek patiënt.
8. Zweitmeinungen einholen. Wenn ein Patient sehr lange Zeit ohne sichtbares Ergebnis von einem Physiotherapeuten behandelt wird, ist es manchmal gut, wenn ein anderer den Patienten untersucht. Manchmal geschieht dies auch auf Wunsch des Patienten selbst.

Dies sind alles Gründe für den Arzt, zu überweisen und auch, um selbst Abstand zu gewinnen.

Hilfsmittel

Was sind die Hilfsmittel des Physiotherapeuten?.

Das beste Instrument des Physiotherapeuten sind und bleiben die Hände. Sie werden zum Massieren, zum Palpieren bei einer Untersuchung und zum Klopfen, Klopfmassage bei festsitzendem Schleim (wird heutzutage nicht mehr angewendet) und beim passiven Üben verwendet. Dann hilft der Physiotherapeut mit seinen Händen mit, um eine bestimmte Übung machen zu können.
So hat der Therapeut auch diverse andere Hilfsmittel beim Massieren.

1. Öl
2. Seife
3. Pulver
4. Cremes. Das können auch Cremes sein, die gegen die Schmerzen wirken, die Blutergüsse verringern, oder die Muskeln und Gelenke ein wenig erwärmen.
5. Gel, meistens verwendet zum Kühlen. Und als Zwischenmedium bei einer Ultraschallbehandlung.

Neben dem Massieren und Üben gibt es diverse andere Hilfsmittel. Anwendungen genannt.
So kennen wir:

Ultraschall (Ultraschall)
2. diadynamischer Strom, Interferenzstrom
3. Ultrakurze Welle und die Curapuls
4. Laser
5. Paraffine
6. Eis
7. Wasser
8. Infrarotstrahler, sehr früher war das die rote Lampe

Alle diese Anwendungen können bei der Behandlung vieler Beschwerden eingesetzt werden. Insbesondere Muskel- und Gelenkbeschwerden. Früher wurden diese Hilfsmittel viel häufiger eingesetzt als heute. Das finde ich schade, denn diese Anwendungen haben uns bei der Behandlung immer sehr geholfen. Verletzungen waren schneller behoben als ohne diese Hilfsmittel. Aber heutzutage werden diese Anwendungen (fast) nicht mehr eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf der Rehabilitation. Dies, und anderes, führt oft dazu, dass es viel länger dauert, bis eine Verletzung geheilt ist.

Bei der Übung wurde häufig Übungsmaterial verwendet, wie zum Beispiel:
Fahrrad
2. Heimsportgerät oder Rudergerät
3. Stock
4. Bestand an Knoten
5. Gewichte
6. Wandregal und eine Bank.
7. Seil

In der Sportart war die Bank bei Ajax zu meiner Zeit zu einem Symbol geworden. Der berühmte Fitnesstrainer Bobby Haarms benutzte immer eine Bank. So quälte er seine Spieler. Und er konnte genau sehen, ob jemand wieder spieltauglich war oder nicht. Er ließ sie dann auf und über die Bank springen, auf verschiedene Weisen. Mit einem Fuß oder zwei Füßen. Dies waren so die Möglichkeiten in den sechziger und siebziger Jahren. Heutzutage wird auch viel nach einer bestimmten Methode geübt und die Turnhalle ist sehr beliebt, wo dann oft ein Physiotherapeut verbunden ist. Der Name Turnhalle ist schon wieder altmodisch. Man benutzt dafür allerlei Namen, aber vor allem Fitness. So kennen wir die Cardi-Fitness, spezielle Betreuung bei Lungenkrankheiten, Rückenschulung und viele andere Krankheiten und Möglichkeiten. Auch beschäftigen sich manche Physiotherapeuten mit dem Abnehmen. Oft hat man sogar einen ‘Personal Trainer’, der dann einen Klienten betreut. Aber für den Start einer Turnhalle, oder welchen Namen man auch immer dafür gibt, braucht man eine Ausbildung. Viele haben das leider nicht, wodurch oft unnötige Verletzungen entstehen können.

Praktiken
Früher hattest du auch eine ganz andere Praxiszusammensetzung.

1. Die Einzelpraxis. Hier arbeitete nur ein Therapeut
2. Meerman-Praxis. Mehrere Physiotherapeuten, die alle ihre eigenen Patienten hatten
3. Ein Praxisinhaber, mit mehreren angestellten Kollegen
4. Physiotherapeuten die een maatschap vormen
5. Praxis, in der jeder Therapeut auf eigene Rechnung arbeitet.

Meistens trug die Praxis den Namen des Inhabers. Später erhielten Praxen oft den Namen des Viertels oder der Straße, in der sie sich befanden.

Eisen
Nach einigen Jahren wurden die Anforderungen, die an eine Praxis gestellt wurden, erweitert.

Er musste leicht erreichbar sein.
2. Einfach zu betreten. Keine hohe Stufe. Also auch Rollstuhl zugänglich.
3. Er musste sauber und frisch sein und ausreichend Licht und einen sicheren Boden haben. Ein Boden, auf dem die Patienten nicht ausrutschen konnten oder der Staub anzog. Dies war besonders wichtig bei Asthmatikern und Patienten mit Allergien.
4. Natürlich ein Wartezimmer
5. Eine gute nicht riechende Heizung
6. Separate Behandlungsräume
7. Möglichkeit zur Privatsphäre für den Patienten, damit andere Patienten ihn/sie nicht hören oder sehen konnten
8. Gute, saubere Liegen, mit sauberen Handtüchern oder zu wechselndem Papier. Oft mussten die Patienten ihre eigene Handtücher mitbringen.
9. Eine Toilette und die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen, sowohl für den Therapeuten als auch für den Patienten, mit einem sauberen Handtuch.
10. Gute Belüftung
11. Ausreichende Ausrüstung
12. Ausreichend Platz zum Üben
Es musste ein Ankleideraum, ein Kleiderbügel oder Kleiderhaken und ein Spiegel und ein Schuhanzieher geben.

Auch musste die Verwaltung in Ordnung sein. All diese Dinge wurden dann regelmäßig wie am Schnürchen kontrolliert. Das war eine gute Sache. Heutzutage ist die Kontrolle in der Praxis minimal. Außerdem geschieht fast alles per Computer. Eine Kontrolle eines Krankenversicherers, der einfach so in die Praxis kommt, findet nicht mehr statt. Zwar geschieht alles heutzutage nach strengen Protokollen. Für jede Erkrankung gibt es ein Protokoll.

Erwartungsmuster des Patienten
Nicht nur hatte der Arzt ein Erwartungsmuster, auch der Patient hatte natürlich eine bestimmte Erwartung:

Er oder sie wollte:

Ein offenes Ohr für die Beschwerden
2. Genug Zeit zum Zuhören und Behandeln
3. Angemessene Betreuung und Hilfe
4. Eine Meinung, die mit der des Hausarztes/Spezialisten übereinstimmte
5. Gute Begleitung
6. Gute Behandlung
Wird der Hausarzt richtig informiert?
8. Ratschläge erteilen.

Besonders Punkt 4 gab oft Anlass zu Problemen. Der Patient kommt in die Praxis mit einem Brief vom Arzt, in dem steht, dass er/sie massiert werden müsse. Dieser Begriff wurde damals viel von den Ärzten verwendet. “Lassen Sie sich mal massieren”. Oder “Ich schicke Sie zum Masseur”. Der Arzt meinte oft nicht wirklich, dass massiert werden müsse. Aber das verstand der Patient manchmal nicht. Dann musste der Therapeut ruhig erklären, dass ein ‘Peitschenschlag’ nicht massiert werden dürfe. Es könne aber geübt werden, innerhalb der Schmerzgrenze, oder es könne Wassertherapie, ein Gerät oder vielleicht sogar Tapen erfolgen. (Diese Methode kam natürlich etwas später in der physiotherapeutischen Praxis in Mode). Es kam auch vor, dass überhaupt nicht behandelt werden dürfe und Ruhe die richtige Therapie sei. Punkt 8 gab ebenfalls manchmal Anlass zu Verwirrung. Der Therapeut rät bei einer Achillessehnenverletzung eine Einlage/Erhöhung unter die Ferse anzubringen. Der Arzt hält dies für nicht notwendig oder sogar sinnlos. Der Patient dürfe nicht zu sehr verwöhnt werden, meint der Arzt. Dies war wieder ein Beweis dafür, dass der Arzt zu wenig von der Therapie versteht. Glücklicherweise gab es auch viele Ärzte, die es verstanden und viel dem Therapeuten überließen. Aber sie wollten gut informiert werden. Was natürlich ihr gutes Recht war.

Antrag auf Genehmigung
Die Therapeuten arbeiteten also mit Krankenkassen zusammen. Mit diesen musste man dann einen Vertrag abschließen. Hatte man eine Vereinbarung mit einer Krankenkasse, durfte man in der Regel auch Patienten anderer Krankenkassen behandeln. Für die Behandlung von Krankenkassenversicherten war eine Genehmigung der Krankenkasse erforderlich. Der behandelnde Arzt musste eine solche Genehmigung bei der Krankenkasse beantragen, bei der der Patient versichert war. “Ohne Genehmigung keine Behandlung”. Die Krankenkasse achtet darauf, dass ihre Versicherten die bestmögliche Versorgung erhalten. Ärzte und beratende Physiotherapeuten, die bei der Krankenkasse angestellt sind, überprüfen dies. Der medizinische Berater muss nach einer Behandlungsdauer von (in der Regel) 6 Wochen bei zwei Behandlungen pro Woche vom behandelnden Physiotherapeuten über jeden Patienten informiert werden. Am Ende der Behandlungen sendet der Physiotherapeut einmal im Monat eine Abrechnung an die Krankenkasse. Dieser Abrechnung muss eine vorgedruckte Liste beigefügt sein, auf der Name, Adresse und Geburtsdatum, die Erkrankung, die Behandlung sowie die Behandlungsdauer des Patienten angegeben sind.

Erklärungen
Die Krankenkasse bezahlt die Rechnung direkt an den Physiotherapeuten.

Bei Privatpatienten sah die Situation etwas anders aus. Erstens war der Tarif höher, und zweitens schickte man die Abrechnung an den Patienten. Die Krankenkasse zahlte diese Rechnung dann direkt an den Patienten aus. Schließlich war er/sie ihr Vertragspartner. Dies führte manchmal dazu, dass der Patient vergaß, den Physiotherapeuten zu bezahlen, oder behauptete, das Geld nie erhalten zu haben. Heutzutage ist der Zahlungsverkehr viel einfacher. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Patienten mit Krankenkassenversicherung und Privatpatienten. Auch ist keine Einwilligung mehr erforderlich (mit Ausnahme von Erkrankungen, die auf der Borst-Liste stehen), und der Therapeut schickt die Abrechnung direkt an die Krankenkasse, die den Betrag dann nach einem Monat auszahlt. Heutzutage gibt es auch eine Art Einheitssatz, der zwischen 27 und 28 Euro liegt. Für Patienten, die zu Hause behandelt werden müssen, erhält man 10 bis 11 Euro mehr. Die Behandlungsdauer spielt keine Rolle. Zwei Behandlungen pro Tag sind ebenfalls nicht mehr zulässig. Wenn ein Patient mit Beschwerden im Rücken und im Knie zum Therapeuten kommt, dürfen diese nicht in einer Sitzung behandelt werden. Entweder der Rücken oder das Knie. Das ist natürlich seltsam, um es milde auszudrücken. Am Montag kommt der Patient dann wegen des Knies und am Dienstag muss er/sie wegen des Rückens wiederkommen. Kommt ein Patient zur Ödemtherapie (beispielsweise nach einer Brustamputation, bei der Lymphknoten entfernt wurden), darf der Therapeut 45 Minuten lang zum anderthalbfachen Standardtarif behandeln. Das gilt auch für die manuelle Therapie. Der Therapeut war neben seiner eigentlichen Arbeit auch noch der Buchhalter der Krankenkasse. Das ist jetzt anders. Der Zahlungsverkehr läuft über Vecozo. Das sind die Anfangsbuchstaben für „Veilige Communicatie in de Zorg“ (Sichere Kommunikation im Gesundheitswesen). Vecozo ist die Schnittstelle zwischen den medizinischen und paramedizinischen Fachkräften und den Krankenkassen. Auch in Bezug auf die Abrechnung. Die Verträge, die mit der Krankenkasse abgeschlossen werden müssen, werden digital abgewickelt. Jedes Jahr gibt es einen neuen Vertrag, der dann am Computer unterzeichnet werden muss. Wie soll das gehen, wenn man keinen Computer hat? Über 132.400 Gesundheitsdienstleister sind bei Vecozo angeschlossen. Über deren Website können unter anderem die Versicherungsdaten eines Patienten abgerufen werden. Dies ist nur möglich, wenn man über eine Abrechnungssoftware verfügt, die dem Vekis-Standard entspricht. Vekis ist das Informationszentrum im Gesundheitswesen. Es sammelt und analysiert Daten zu den Kosten und der Qualität der Gesundheitsversorgung in den Niederlanden. Die Dienste sind kostenlos! Jeder Therapeut kann sein eigenes Zertifikat beantragen. Früher musste man selbst ein Tagesprotokoll führen und dieses dann monatlich an die Krankenkasse schicken. Häufig wurden Behandlungen vom beratenden Arzt oder Physiotherapeuten als nicht (mehr) notwendig erachtet. Das führte regelmäßig zu Reibereien. Die Empfehlung wurde dann vom Schreibtisch aus abgegeben, ohne dass der Patient untersucht oder zu seinen Beschwerden befragt wurde. Dieser Arzt oder Therapeut ist dann bei der Krankenkasse angestellt. Auch die privaten Versicherungsgesellschaften beschäftigten einen beratenden Arzt und einen Physiotherapeuten. Deren Gutachten waren oft etwas professioneller, und außerdem ließen sie sich schneller vom Nutzen der Behandlungen überzeugen. In den Empfehlungen der beratenden Personen ließ sich selten ein Muster erkennen. Ihre Empfehlungen waren unvorhersehbar. Vor allem bei den Ärzten. Die Empfehlungen waren bindend. Eine Rücksprache war nicht möglich. Natürlich gehörte es zu den Aufgaben dieser Personen, die Kosten für die Gesellschaft im Auge zu behalten und sie daher so niedrig wie möglich zu halten.

Der beratende Kollege
Der beratende Physiotherapeut verhielt sich eher wie ein Kollege. Bei Problemen fand oft eine telefonische Absprache statt. Dann wurde häufig eine zuvor getroffene Entscheidung rückgängig gemacht. Gelingte es nicht, den Arzt oder Physiotherapeuten davon zu überzeugen, dass eine Behandlung wirklich notwendig war, war der Patient oft verärgert. Nicht nur über die Versicherung, sondern auch über den behandelnden Physiotherapeuten. Es kam sogar vor, dass ein Patient zu einem anderen Physiotherapeuten wechseln wollte. “Der wird das schon hinbekommen.” Manchmal wurde ein Patient hinter dem Rücken des behandelnden Physiotherapeuten zu einer Untersuchung ‘eingeladen’. Dann wurde gefragt, wie lange der Therapeut gebraucht habe, ob der Patient zufrieden sei, ob die Behandlung helfe und was die Erwartungen seien. Und ob es sich tatsächlich um die Therapie handele, die der Therapeut abrechne. Unsinnige Fragen. Ein Patient kann kaum beurteilen, ob der Therapeut gute Arbeit leistet. Oder ob er korrekt abrechnet. Ein Patient ist entweder zufrieden oder nicht, und entweder versteht er sich mit dem Therapeuten oder nicht. Wenn der Patient dann zum Therapeuten kam und erzählte, dass er beim kontrollierenden Arzt oder Physiotherapeuten gewesen war, war das nicht gerade angenehm. Auch der Arzt wurde oft vom Patienten unter Druck gesetzt. “Die Versicherung erstattet diese Erkrankung nicht mehr.” Dann wurde schließlich eine andere Indikation angegeben, und der Patient erhielt doch eine Genehmigung. Und alle waren zufrieden! Es gibt derzeit keinen landesweit festgelegten Tarif. Die Versicherung legt den Tarif fest. Dieser variiert je nach Versicherung. Die Physiotherapeuten, die beispielsweise mit Fysioroadmap arbeiten (sehr ausführliche Messungen und andere Untersuchungen bei einem Patienten nach einem bestimmten Computerprogramm, für das man einen speziellen Kurs absolvieren muss), erhalten einen höheren Tarif. Das ist natürlich völlig absurd. Es kommt auf die Fachkompetenz an und nicht darauf, bei welcher Versicherung man angeschlossen ist. Der Therapeut muss hier frei entscheiden können. Früher durfte man noch jede Therapieart abrechnen – ganz gleich, was man tat. Wenn man beispielsweise einem Patienten zunächst eine Paraffinbehandlung gab, ihn dann massierte und zum Schluss noch einige Übungen machen ließ, waren das drei Tarife, die man addieren durfte. Natürlich wurde das manchmal ausgenutzt. Vor allem von Therapeuten, die nicht so viel zu tun hatten. Aber dank der guten Kontrollen damals hielt sich das alles in Grenzen, und die Versicherungsgesellschaften waren mit dem Abrechnungsverhalten nicht unzufrieden.

Wie erhält man Patienten?
Für das Gewinnen von Patienten war man von den Ärzten abhängig. Die Frage war dann:
1. Kennen die Ärzte deine Praxis?
Finden sie dich gut?
3. Ist die Praxis ganz in der Nähe?
4. Sind Sie mit der Erkrankung des Patienten vertraut?

Oft hatte der Arzt seinen ‘eigenen’ Physiotherapeuten. Dann musste der Patient explizit nach dem oder jenem Physiotherapeuten fragen. Das gab gelegentlich Reibereien mit dem Arzt. Der Patient wollte unbedingt zu diesem oder jenem Therapeuten. Sein Vater, seine Mutter, sein Bruder, seine Tante hatten dort so sehr profitiert! Oder der Therapeut wurde angerufen mit der Bitte, ob er nicht mal eben den Arzt anrufen könne.
Aber wie wurdest du bei den Ärzten bekannt?

Werbung
Werbung durfte man nicht machen. Man konnte sich zwar bei einem Arzt in der Nähe vorstellen oder Visitenkarten verteilen. Mehr durfte man nicht tun. Und dann musste man einfach abwarten, ob der Arzt Patienten an einen weiterleiten wollte. Das hat mich gestört. In der Sportwelt wird Werbung für die Kleidung und die Schuhe gemacht, die man trägt. Auch zu meiner Zeit bei Ajax. Ich hätte viel Geld verdienen können, wenn ich auch den Trainingsanzug getragen hätte, den die Jungs trugen. Ich habe es nicht getan. Ich habe mich nicht getraut. Ich wollte keine Probleme mit meinem Berufsverband bekommen. Hinzu kam, dass echte Kollegialität manchmal schwer zu finden war. Eine Abstimmung unter den Physiotherapeuten gab es nicht wirklich. Als Vorsitzender des Niederländischen Verbands für freiberufliche Physiotherapeuten (NVVF) in Amsterdam hatte ich eine Zeit lang mit Beschwerden zu tun. Meist ging es dabei um einen Kollegen, der einem anderen einen Patienten weggeschnappt oder in seinem Wohnviertel einen Flyer in die Briefkästen geworfen hatte. Dann schrie man “Werbung”. Das ist unkollegial. Man darf Patienten nicht abwerben, sondern muss sich abstimmen und notfalls einen Patienten an einen Kollegen überweisen, der auf diese bestimmte Erkrankung etwas spezialisierter ist. Das war immer ein heikles Thema. Überweisungen kamen selten vor, und Werbung zu machen galt als unkollegial. Damals hatte ich viel Kontakt zu meinem Kollegen Leffelaar. Er hat viele Physiotherapeuten ausgebildet. Später zog er nach Amerika, wo er innerhalb weniger Jahre eine florierende Praxis aufbaute. Im Ausland, vor allem in Amerika und Kanada, war und ist Werbung ganz normal. Ärzte, Zahnärzte, Rechtsanwälte, Krankenhäuser und Physiotherapeuten werben für ihre Praxis. Oft sogar mit schönen Leuchtkästen.Obwohl die Meinungen sehr auseinander gingen, war dies hier nicht erlaubt. Dadurch ist mir viel Geld entgangen. Verschiedene Firmen wollten, dass ich mit ihrem Logo, ihren Schuhen, ihrer Kleidung oder ihrer Tasche herumlaufe. Ich habe mich immer geweigert. Aus Angst, dass der Verband mich deswegen zur Rede stellen würde. Im Oktober 1972 habe ich Ajax verlassen.* Dann konnte ich mit vier Mitarbeitern meine Praxis erweitern. Von der Van-Breestraat zogen wir in die Lairessestraat 88 um. Das war im Jahr 1971. Mehr als 40 Jahre lang hatten wir dort unsere Praxis. Tausende Patienten wurden in diesen Jahren dort behandelt. Den unterschiedlichsten Menschen haben wir in all den Jahren geholfen. Einige Patienten kommen immer noch zu uns. Als ich aufgehört habe, Vollzeit zu arbeiten, war ich noch einen Tag pro Woche in der Praxis. Natürlich haben sich die Praxisführung und die Einrichtung im Laufe der Jahre verändert. Aber die Liebe zum Beruf ist uns allen geblieben. Neben der Massage und der Bewegungstherapie wird nun auch viel Wert auf Prävention und Rehabilitation gelegt. Der Übungsraum, in dem früher nur ein Klettergerüst und eine Übungsbank standen, ist heute mit modernsten Geräten ausgestattet. Wir unterscheiden uns jedoch deutlich von einem Fitnessstudio. Außerdem habe ich für verschiedene Beschwerden meine eigene Behandlungsmethode entwickelt.

Staatliche Kontrolle
Die staatliche Kontrolle ist minimal. Sobald man im Big-Register und im Qualitätsregister des KNGF eingetragen ist, wird von einem erwartet, dass man regelmäßig Fortbildungen besucht. Dafür erhält man dann Punkte. Außerdem gibt es eine Einstufung nach Fachgebieten, für die man wiederum separate Punkte erwerben muss. Bislang gab es fünf verschiedene Kurse, nämlich: Methodisches Handeln, Berichterstattung, evidenzbasiertes Handeln (das heißt, dass alle Maßnahmen wissenschaftlich belegt sein müssen), DTF (Direkter Zugang zur Physiotherapie) und Kommunikation. Die Teilnahme an diesen Kursen war verpflichtend. Mir ist nicht klar, warum wir immer wieder englische Begriffe verwenden. Auf Niederländisch ‘klingt es doch auch interessant’! Das habe ich immer etwas unsinnig gefunden. Zunächst einmal muss man natürlich über jede Erkrankung Bescheid wissen. Also ein Allrounder sein. Die Eintragung in eine Art Register sagt nichts über die Fachkenntnisse des Therapeuten aus. Außerdem sind die Dozenten der Kurse meist erst frisch ausgebildete Kollegen. Oft wissen sie weniger als die älteren Therapeuten, die schon seit Jahren in der Praxis tätig sind. Das eigentliche Handwerk lernt man erst in der Praxis richtig kennen, und nicht aus einem Buch. Daher auch mein Vorschlag, zunächst einmal ‘mitzulaufen’.

Kollegialität
Am Anfang bist du sehr kollegial mit deinen Kollegen aus anderen Praxen umgegangen. Aber je größer die Konkurrenz ist oder wird, desto weniger wird beraten. Die Jahre, in denen ich im Vorstand der freien Berufsgruppe saß, stand immer ‘Kollegialität’ auf der Agenda. Nimm einander keine Patienten weg. Falle einem Kollegen nicht in den Rücken. Schon gar nicht gegenüber einem Patienten. Halte ruhig ab und zu Rücksprache. Schäm dich nicht dafür, dass du eine bestimmte Erkrankung nicht völlig im Griff hast. Schließlich kann man nicht alles wissen. Erst recht nicht, wenn man gerade erst anfängt. Ich habe in den ersten Jahren ab und zu für kranke Kollegen oder für Kollegen, die im Urlaub waren, die Vertretung übernommen. Da hörte ich eines Morgens einen Kollegen einen Patienten fragen, bei wem sie zuvor in Behandlung gewesen war. Es stellte sich heraus, dass es Kollege X war. Er behandelte ihre Schulter. Mein Kollege sagte daraufhin: “Ein guter Therapeut, nur hat er keine Ahnung von Schultern.” Das ist mir immer im Gedächtnis geblieben. Aber genau wie bei den Ärzten gibt es in unserem Beruf auch eine Form von Eifersucht. Schade, aber wahr.

Beratung führen
Um einen Patienten optimal betreuen zu können, müssen regelmäßig Absprachen getroffen werden.
1. Mit dem Hausarzt
2. Der Spezialist
3. Der Podologe
4. Der Instrumentenbauer
5. Häusliche Pflege
6. Pflegekräfte
7. Der Transport

Sie müssen also neben der Behandlung noch viele weitere Handlungen ausführen. In der Praxis müssen Sie oft sorgen für:

1. Der Transport für den Patienten
2. Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen für die Krankenkasse
3. Hilfe beim An- und Ausziehen
4. Das Herstellen von Kontakten für den Patienten, wie das Anrufen des Hausarztes und anderer Fachdisziplinen.
5. Beraten beim Kauf eines Rollstuhls, Rollators und/oder einer Parkgenehmigung

Natürlich kommt das längst nicht immer vor. Es hängt auch von dem Alter des Patienten ab. Ältere Patienten haben oft viel mehr Mühe mit allerlei Dingen als junge Patienten. Oft haben sie (noch) keinen Computer oder bestimmte Formulare sind zu kompliziert gestellt. Behandelst du Patienten zu Hause, dann ist die Pflege oft noch umfassender. Manchmal muss man beim Ausziehen jemandem helfen, oder in oder aus der Badewanne holen. Eine Tasse Kaffee oder Tee kochen. Ich habe schon erlebt, dass ein Patient schon ein paar Tage nicht gegessen hatte, da er oder sie nicht aus dem Bett kommen konnte. Ich machte dann immer etwas zu Essen, oder ging sogar manchmal ein paar Einkäufe für den Patienten erledigen. Das begegnet man heutzutage fast nicht mehr bei den jungen Kollegen.

Zwei Patienten
Meine Patientin war eine liebe, ältere Dame. Nach dem Tod ihres Mannes lebte sie zusammen mit ihrem Hündchen, einem eigensinnigen, bellfreudigen Mischling, in einer kleinen Wohnung im vierten Stock eines großen Wohnblocks. Die Frau war schwer krank, weshalb ich sie zu Hause behandeln musste. Die Therapie bestand aus sanften, nachgiebigen Massagen und Atemübungen. All dies erfolgte auf Anraten der behandelnden Ärzte. Nach der Behandlung kochte ich ihr oft eine Tasse Kaffee oder Tee und erledigte manchmal noch schnell eine Besorgung. Ansonsten gab es niemanden, der sich um sie kümmerte. Sie hatte keine Kinder, und der häusliche Pflegedienst kam zweimal pro Woche. Gemeinsam mit dem Hausarzt organisierte ich für sie, dass täglich eine Gemeindekrankenschwester kam, um sie zu waschen und ihr Bett zu machen. Auch ihre Medikamente mussten verabreicht werden. Nach einiger Zeit konnte sie diese Dinge wieder selbst erledigen. Das gehörte damals, fand ich, auch zu den Aufgaben des Therapeuten! ***

Eines Abends rief mich eine Patientin an. Sie war ganz plötzlich gestürzt. Nein, es war weder ein Teppich noch ein Telefonkabel im Spiel. Ob ich kurz vorbeikommen könnte. Es war eine Bitte des Arztes. Ich war schon einmal bei dieser Patientin gewesen, daher kannte ich sie. Sie tat nicht so, als wäre etwas ernst, also schaute ich kurz vorbei. Ihre Knie waren gerötet und leicht geschwollen. Ich holte Eiswürfel aus dem Kühlschrank, füllte sie in eine Plastiktüte und wickelte das Ganze in ein Geschirrtuch. Das sollte sie zwanzig Minuten lang auf ihre Knie legen. In der Zwischenzeit rief ich ihren Hausarzt an. “Machen Sie das ruhig”, sagte er. Ich fand es seltsam, dass jemand einfach so hinfällt. Aber der Arzt hatte so etwas schon öfter erlebt. Die Eisbehandlungen musste die Dame viermal täglich durchführen. Sie durfte mich jederzeit anrufen. Am Samstagnachmittag schaute ich noch einmal kurz vorbei. Die Dame lag mit schrecklichen Kopfschmerzen im Bett. Ihre Knie sahen schon besser aus. Sie konnte nur nicht so gut laufen, und beim Wasserlassen und beim Pressen beim Stuhlgang bekam sie Kopfschmerzen. Ich rief sofort den Hausarzt an. Ich traute der Sache nicht. Als ich mein Praktikum in der Hoogstraat absolvierte, hatte ich so etwas schon einmal erlebt. Das war damals sehr schlimm ausgegangen. Es hatte sich damals als Hirntumor herausgestellt. Der Hausarzt hatte keinen Dienst, aber der ärztliche Bereitschaftsdienst würde dafür sorgen, dass er mich zurückrief. So geschah es auch. Ich schilderte ihm meine Beobachtungen. Er würde sich am Montag umsehen und mich dann anrufen. Am Montagnachmittag rief der Arzt an. “Es ist alles nicht so schlimm”, sagte er. Vorsichtig fragte ich, ob es vielleicht etwas in ihrem Kopf sein könnte. “Bist du verrückt?”, antwortete er. “Massier sie einfach weiter, dann wird alles gut.” Zweimal pro Woche ging ich pflichtbewusst hin, um sie zu massieren. Im Haushalt musste sie nichts tun. Sie hatte ein ‘Dienstmädchen’, das sich gut um sie kümmerte. Als ich eine Woche später wiederkam, lag sie im Bett. Ihre Kopfschmerzen hatten sich verschlimmert, und sie war erneut gestürzt. Es ging ihr langsam schlechter. Ich hatte den Eindruck, dass sie anders sprach. Mir fiel auch auf, dass sie schlechter lief. Sie schwankte und konnte ihr Gleichgewicht nicht gut halten. Ich rief wieder beim Arzt an. “Es ist doch wirklich nichts in ihrem Kopf?”, fragte ich erneut. “Ich habe in meinen Lehrbüchern nachgeschlagen, und es könnte durchaus ein Tumor sein.” “Sei doch nicht albern. Massier sie einfach weiter oder tu, was du sonst noch tun willst, und dann schaue ich heute oder morgen mal vorbei.“ Von Massieren war nicht mehr viel zu sehen. Ich holte sie aus dem Bett, half ihr beim Duschen und Anziehen. Danach konnte sie wieder ein kleines Stückchen im Haus laufen. Treppensteigen kam nicht in Frage. Auch die Kraft in ihren Händen ließ nach. Manchmal ließ sie spontan etwas aus den Händen fallen. So ging es nicht länger. Ich rief den Arzt an und sagte sofort, als ich ihn am Telefon hatte: ”Herr Doktor, die Dame hat zu hundert Prozent einen Hirntumor.“ Ich erschrak über meine eigenen Worte. „Vielleicht hast du recht, es muss etwas geschehen. Ich werde sofort alles Nötige veranlassen.“ Sie wurde mit einem Krankenwagen ins Antonie-van-Leeuwenhoek-Krankenhaus gebracht. Vier Tage später kam das Ergebnis: drei Hirntumore. Inoperabel. Ich besuchte sie im Krankenhaus. Ich durfte ihre schmerzenden Muskeln ein wenig massieren. Und tatsächlich ging es ihr besser. Sie durfte nach Hause. Ich besuchte sie täglich. Um zu reden und vor allem zuzuhören. Manchmal machte ich ein paar passive Übungen mit ihr, Bewegungen mit ihren Hüften und Knien. Sie wollte nicht zu steif werden. Dann würde das Laufen später schwieriger werden! Aber sie wurde verwirrt. Sie machte ins Bett und konnte sogar ihren Stuhlgang nicht mehr zurückhalten. Außerdem hatte sie immer stärkere Schmerzen. Ich massierte sie so oft wie möglich. Es war eher ein sanftes Reiben, aber sie fand es herrlich. Doch die Schmerzen wurden heftiger. Unerträglich.
Dann rief mich der Arzt an. Er würde jeden Tag kommen, um Morphiuminjektionen zu geben. Dann ist es in vier Tagen vorbei. “Kein unnötiges Leiden mehr”. Obwohl ich nichts anderes erwartet hatte, erschrak ich doch. Zwei Tage later starb die Dame. Der Arzt und ich waren dabei. Ich habe dafür gesorgt, dass eine Nichte aus London kam. Die hat die Beerdigung weiter geregelt. Ich habe an ihrem Grab noch ein paar Worte gesprochen. Sie war eine tüchtige Frau, die ich sehr schätzte.

Warum werden diese beiden Patienten erwähnt?
Denn der Beruf des Physiotherapeuten umfasst nicht nur Massagen und Übungen. Wenn man diesen Beruf gut ausüben will, gehört noch viel mehr dazu. Es geht in jeder Hinsicht um die ‘Betreuung’ von Patienten. Gerade jetzt, da die Bevölkerung immer älter wird, wird die Aufgabe des Physiotherapeuten noch intensiver. In unserer Praxis haben wir noch eine große Anzahl von Patienten, die zu Hause behandelt werden müssen. Natürlich wird dann oft die häusliche Pflege hinzugezogen, wenn es nötig ist, aber manchmal springen wir ein. Wir finden, dass das zum Beruf gehört, und die Patienten sind uns dafür sehr dankbar. “Alt zu werden ist nicht schlimm, alt zu sein oft schon.”.

Wie wichtig der Bewegungsapparat für uns ist, wird erst dann deutlich, wenn wir uns nicht mehr richtig bewegen können. Es gibt sehr viele Erkrankungen, die unseren Bewegungsapparat, unsere Muskeln und Gelenke beeinträchtigen. Wenn ältere Menschen ihre alltäglichen Verrichtungen nicht mehr ausführen können, ist das eine ernste Angelegenheit. Nicht nur wegen der Schmerzen – dafür gibt es schließlich Schmerzmittel. Aber nicht mehr wirklich dazuzugehören, das ist schrecklich. Die meisten Patienten werden zunächst an einen Physiotherapeuten überwiesen. Dieser erstellt gemeinsam mit dem Patienten einen Behandlungsplan. Oft umfasst dieser eine sanfte Massage, Bewegungstherapie, eine Anwendung und die Erstellung eines Trainingsplans für zu Hause. Wenn sich die Beschwerden verschlimmern, überweist der Hausarzt den Patienten an einen Facharzt. Nach einer langen Wartezeit beginnt dann eine umfassende Untersuchung. Die Diagnose ist oft ein Schock: Rheuma, Parkinson, eine Form von Demenz oder Alzheimer oder im schlimmsten Fall eine bösartige Erkrankung.  Dann erschrecken sich alle. War es anfangs noch: “Hey, alter, beeil dich doch mal, stell dich nicht so an”, so beginnt nun oft das Elend, der Leidensweg. Für alle. Manchmal muss der Patient stationär aufgenommen werden. Ältere Patienten haben oft eine bewegte Vergangenheit hinter sich, haben viel durchgemacht. Sie wollen so schnell wie möglich wieder unabhängig von den Pflegekräften werden. Wer auch immer das sein mag: wie zum Beispiel
Herr Arzt,
Physiotherapeut,
Gemeindepflege,
Häusliche Pflege,
Partner oder Familie.

Als Physiotherapeut spielen Sie in diesem Gesamtkontext eine wichtige Rolle. Der Hausarzt bzw. Facharzt hat wenig Zeit für die Betreuung. Er stellt meist nur ein Rezept aus und schaut einmal pro Woche vorbei! Aber wir sind die richtigen Ansprechpartner, um einen solchen hilfsbedürftigen Patienten zu betreuen. Was wird von uns erwartet? Der Behandlungsplan umfasst in der Praxis: Schmerzlinderung, Verbesserung der Mobilität und der Muskelfunktion. Alles scheint gut zu laufen. Der Patient hat weniger Schmerzen, eine Kontraktur, zum Beispiel der Schulter, lässt nach. Die Bewegungen werden besser. Wie groß ist da unsere Verwunderung, wenn der Patient antwortet, dass es ihm überhaupt nicht gut geht. “Ich kann mich nicht mehr selbst anziehen, rasieren, meine Krawatte nicht mehr binden, meinen BH nicht mehr schließen. Ich kann nicht mehr zu meinem Kartenspielabend, in meine Kneipe, ins Theater usw. gehen. “Alle lassen mich im Stich”.“ Hinter dieser Antwort verbergen sich oft verschiedene Faktoren: Der Patient ist allein und daher einsam. Er/sie hat einen herrischen Partner. Einen ungeduldigen Partner. Der Patient oder der Partner schämt sich für sein Verhalten. Der Patient hat Angst. Bei seinen Eltern haben die Beschwerden ebenfalls so begonnen, und das Ergebnis war schrecklich.

Was muss oder kann der Physiotherapeut tun?
Natürlich muss man zunächst einmal gut zuhören. Was sind die Erwartungen des Patienten? Oft sieht der Patient in uns seinen letzten Hoffnungsschimmer. Wir müssen dem Patienten klarmachen, dass wir keine Zauberer sind. Manchmal vielleicht eher ein Zauberkünstler. Der Patient muss mit uns reden, lachen und weinen können. Der Patient glaubt oft, dass sein Physiotherapeut ihm helfen kann und sogar die Lösung für seine Beschwerden kennt. Oft muss man vom geplanten Behandlungsschema abweichen. Es muss viel mehr geredet und beraten werden. Sollte der Hausarzt stärker einbezogen werden oder der Facharzt? Häufig muss man auf die häusliche Pflege, die ambulante Pflege, einen Ergotherapeuten oder den Sozialdienst zurückgreifen. Manchmal muss wegen einer bestimmten Beschwerde ein Zahnarzt hinzugezogen werden. Ist ein Patient allein, muss der Physiotherapeut manchmal mit Familienangehörigen, Nachbarn oder Bekannten sprechen. Das mag vielleicht seltsam klingen, gehört aber zur Arbeit des Physiotherapeuten dazu. Vor allem bei schwerkranken oder behinderten Patienten.

“Bin ich eigentlich noch der Physiotherapeut?”
Noch schwieriger wird es bei der Behandlung zu Hause. Oft kann der Patient dort nicht offen sprechen. Der Patient ist häufig depressiv. Schließlich ist er sehr abhängig. Oft ist ein Patient sogar etwas aggressiv. Diese blöde Physiotherapie! “Hilf mir lieber beim Gang zur Toilette, beim Kaffeekochen, beim Krawattenbinden, beim Haarekämmen, beim Nagellackieren oder bei anderen Dingen.” Da steht man dann. Die gängige Betreuung älterer Menschen war und ist, dass man die Menschen so weit wie möglich körperlich mobil halten will. Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass es dem Patienten selbst, aber auch dem Partner oder der Familie viel wichtiger ist, dass sich ihr Partner, Vater oder ihre Mutter etwas mehr als Mensch fühlt. “Das finden wir viel wichtiger, als dass das Knie etwas mehr gebeugt werden kann oder die Schulter etwas lockerer wird.” Natürlich dürfen wir die Physiotherapie nicht vernachlässigen, aber es gibt eine Grenze. Auch für uns Physiotherapeuten. Noch schwieriger wird es bei einem dementen älteren Menschen. Der Patient wird meist wegen körperlicher Beschwerden an uns überwiesen. In einem Krankenhaus, einem Pflegeheim oder einer Seniorenresidenz hat ein Patient mit Demenz nicht so viele Probleme. Man ist darauf eingestellt, verfügt über die nötige Betreuung. Und es gibt einen Physiotherapeuten vor Ort. Für einen Physiotherapeuten in der Praxis oder bei Hausbesuchen sieht die Sache anders aus. Neben der Erkrankung gibt es noch viele weitere Aspekte zu berücksichtigen.
1. Wir müssen dem Patienten klar machen, was wir tun werden.
Wir müssen dafür sorgen, dass wir akzeptiert werden
3. Wir müssen dafür sorgen, dass der Patient keine Angst hat oder bekommt.
4. Sicherstellen, dass wir den Patienten verstehen und er/sie uns
Wir müssen mit dem Patienten kommunizieren können. Manchmal müssen wir alles aufschreiben.

Bij deze groep patiënten is het van belang te weten dat de coördinatie gestoord is. Dat ze geen ‘huiswerk’ kunnen doen en dat de partner of familie weinig tijd heeft voor ons behandelplan. Men heeft al moeite genoeg met de patiënt zelf. Een patient die vaak niets meer zelf kan doen. Ook weinig tot niets meer begrijpt Niet uit huis kan of mag. Dus moet er altijd aan huis worden behandeld. De patiënt herinnert zich ook bijna niets meer. Vaak worden de behandelaars ook niet meer herkend. Alleen dingen van heel vroeger komen nog wel eens boven drijven. Vaak vragen deze patiënten naar hun ouders, die al jaren geleden zijn overleden. Het is dus zeer moeilijk om met een demente patient te werken. Nooit je geduld verliezen en altijd gewoon met de patiënt blijven praten, ook al begrijpt hij of zij er weinig of niets van. In dergelijke situaties is het natuurlijk onmogelijk om alleen maar fysiotherapeut te zijn. Tijdens het oefenen moeten de meeste patiënten opeens naar het toilet. De tijd dat wij bezig zijn wordt door de partner of verzorger vaak benut om ‘even vlug’ wat boodschappen te doen. Dan zijn we dus alleen met de patiënt Dan moeten we vaak dingen met en voor de patiënt doen waarvoor we uiteraard niet zijn gekomen. Samen een liedje zingen, een glaasje water halen. De patiënt wil zijn haar gekamd hebben of zijn bril zit niet goed. Hij of zij is ook zeer snel afgeleid. Zien plotseling iets dat wij niet zien. Wat er ook  helemaal niet is. Soms wordt een patient opstandig en klapt dan dicht. Om dit tegen te gaan moeten we vaak spelletjes met hem spelen, puzzelen, voorlezen, muziek laten horen. Daar tussen door moet er natuurlijk wel aandacht worden besteed aan bijvoorbeeld de contractuur van de knie, zijn of haar astma of diverse pijnen. We moeten ons ook realiseren dat deze patient veel meer tijd kost dan ‘gewone’ patiënten. De verwijzer die de patiënt meestal al jaren kent en hem ook heeft zien aftakelen is blij met ons. Want deze patiënten vormen helaas een enorme belasting voor de dokter, de partner, familie, vrienden, kennissen en eventuele andere hulpverleners. Wij zijn in de eerste plaats geroepen voor de lichamelijke aandoening. Maar daarmee is dus de kous niet af. Zijn we eenmaal met de thuisbehandelingen begonnen dan is het bijna altijd een ‘blijvende’ patient. We hebben meestal ook carte-blanche om andere hulpverleners te mogen raadplegen. Onderzoeken hebben aangetoond dat een goede samenwerking tussen de verschillende disciplines in de eerste lijn een optimale patiëntenzorg tot gevolg heeft.

In het bijzonder kan de ergotherapeut vaak verlichting brengen door kleine of zo nodig grote aanpassingen te verrichten. De wijkverpleging en vaak ook de psychiater moet worden ingeschakeld.
We hebben bij deze patiënten te maken met

1. De gezondheid.
2. Het sociaal- maatschappelijke aspect
3. Het sociaal economische aspect (financieel gebied)

De Vergrijzing
Al met al kunnen we stellen dat door de vergrijzing er steeds meer problemen kunnen ontstaan die voor de fysiotherapeut van belang kan zijn. We moeten ons dan bezig houden met de ‘totale’ mens en niet meer alleen met het fysiotherapeut zijn.
Er zijn natuurlijk fysiotherapeuten die zich alleen maar bezig houden met deze patiënten. “De geriatrische fysiotherapeut”. Maar werken met demente mensen komt ook regelmatig voor bij de ‘gewone’ fysiotherapeut en vereist een totaal andere aanpak.

De ‘gewone’ patiënten
Hoe staat het met onze dagelijkse patiënten, die we in de praktijk behandelen?
Veel patiënten blijven lang in de praktijk. Soms zelfs te lang. De reden is meestal eenvoudig te raden.

1. Ze zijn tevreden met de behandelingen
2. Het klikt met de therapeut
3. De klachten verminderen
4. Zij of hij vindt de behandelingen lekker
5. De dokter wil het
6. De therapeut vindt het nodig
7. Kan men later of helemaal niet naar het werk. “Laat u mij maar om tien uur komen, kan ik nog wat uitslapen.” “Ik kom wel om vier uur, dan hoef ik niet meer terug naar mijn werk”.

Maar soms komen patiënten niet meer terug. Daar zijn verschillende redenen voor

1. Het helpt niet
2. De therapeut doet niet wat de patiënt wil, of verwacht
3. Het klikt niet erg tussen patient en therapeut
4. De verzekering betaalt de behandelingen niet (meer)
5. Men heeft een andere therapeut genomen, bijvoorbeeld dichter bij huis
6. Vrienden of kennissen ‘lopen’ bij een ander en zij hebben er baat bij.
7. De dokter vindt het niet meer nodig
8. De therapeut vindt het niet meer nodig. De patiënt is van zijn aandoening genezen, of er is helaas niets meer aan te doen.

De Praktijk
De tegenwoordige praktijk is niet meer te vergelijken met de praktijk die vroeger bestond. Wij hadden en hebben nog altijd een witte jas aan. Als fysiotherapeut heb je een bepaalde status en die wil de patiënt graag zien. Hij of zij wil toch graag een beetje tegen de therapeut, zijn hulpverlener, opkijken. Dat geeft meer vertrouwen. Tegenwoordig heeft men een spijkerbroek met een T-shirt aan. Bovendien noemt men iedereen ook gewoon bij de voornaam. Veel patiënten willen dit niet, maar het moet. Het zou een betere band scheppen met de patiënt Niets is minder waar. Uit onderzoek is weer eens gebleken dat de doorsnee patient naar zijn of haar fysiotherapeut gaat, en niet naar Henk of Marion. Bovendien is een witte jas ook hygiënischer.

De Opleidingen
Ook is de opleiding totaal anders dan vroeger. Minder theoretische vakken. De hoofdvakken zijn anatomie, fysiologie en pathologie. En dan sneller de praktijk in. Waren er vroeger twee of drie opleidingen, tegenwoordig vindt men bijna in iedere grote stad wel een opleiding voor fysiotherapie. ‘De Hogeschool van Amsterdam; the European school of Physiotherapy; Hanze Hogeschool in Groningen, Hogeschool Leiden, Rotterdam, Utrecht en Amsterdam, Saxion Fysiotherapie, Thim Hogeschool voor Fysiotherapie en tenslotte Avaris Hogeschool in Breda. Er is dus keuze genoeg. Ook zijn er veel nascholingscursussen. Bijna op ieder gebied kan men wel een cursus volgen, zoals: Hydrotherapie in de neurologie, het schoudersyndroom, lichaamsbewustwording, stressmanagement, een cursus voor hoofdpijn, neurorevalidatie, rugklachten en bekkenproblemen, COPD en astma. Bij het Nederlands Paramedisch Instituut zijn er nog veel meer cursussen te volgen. Ook het programma in de sportscholen is sterk veranderd. Vroeger kon men in een sportschool judoën, boksen, conditieverbeteren door middel van oefeningen. Kwalijk vind ik het als fysiotherapeuten zich bezig houden met het verkopen van vitamines en dergelijke zaken. Daar zijn we niet voor opgeleid en bovendien werk je niet meer als fysiotherapeut. We moeten af van het imago dat de arts denkt dat wij voor ‘doktertje’ willen spelen.

Een doorsnee-dag
Hoe zag een dag van ons er uit.? Mijn dagen waren overvol. Ik stond om kwart voor zeven op. Bij het ontbijt om kwart over zeven nam ik de agenda door en eventueel wat statussen van bijzondere patiënten. Was er nog tijd over dan las ik de ochtendkrant nog door. Dat kon ik met de patiënten meepraten als het over bepaalde zaken ging!
Even voor acht ben ik dan in de praktijk. Beantwoord enkele vroege bellers en luister het antwoord apparaat af. Dan bespreek ik met de collega’s enkele moeilijke patiënten en verdelen we de huisbezoeken. Met de secretaresse worden duidelijke afspraken gemaakt over te bellen collega’s, artsen en patiënten. Brieven die geschreven moeten worden. Het maken van de rapportage naar de diverse artsen en de te ontvangen bezoekers. Om half negen komen de eerste patiënten binnen. Ieder half uur wordt er gewisseld. Sommige patiënten blijven een uur. Tussen de middag wordt er drie kwartier geluncht. Dan worden er weer diverse patiënten doorgenomen. Speciale aanpassingen voor patiënten besproken.
Met de secretaresse bespreken welke statussen ze moet aanvragen bij de huisarts, ziekenhuis of collega. Het regelen van vervoer voor patiënten, bellen met ziekenfonds, verzekeringsmaatschappijen. Het verkrijgen van hulpmiddelen en aanpassingen in het huis van de patiënt. Half twee komen de eerste patiënten weer. Tussen de patiënten door wordt er koffie of thee gedronken. Ook de patiënten kunnen iets drinken. Vaak nemen de patiënten iets lekkers mee. Half zes gaan de laatste patiënten weg. Dan moet de praktijk worden opgeruimd. Schone lakens en handdoeken worden dan op de banken gelegd. De meeste patiënten nemen hun eigen handdoek mee. Of blijven bij ons in een schone tas met de naam er op.
Twee avonden per week heb ik dan nog spreekuur voor patiënten die overdag beslist niet kunnen komen. De andere avonden heb ik nog een paar patiënten die aan huis behandeld moeten worden. Meestal ben ik om half tien thuis. Dan neem ik de post nog even door en om tien uur sluit ik de dag af. We werkten hard en de sfeer in de praktijk was geweldig. We hadden geen eigen patiënten. We rouleerden. Dat lijkt misschien vreemd, maar het werkte geweldig. Zo leerden de patiënten ons allemaal kennen. Als dan iemand van ons met vakantie ging, of er eens een dag niet was, dan kregen de patiënten geen ‘vreemde’ therapeut aan wie ze dan weer hun hele geschiedenis zouden moeten vertellen.
Wij vonden het goed werken en nog belangrijker vonden we dat de patiënten met dit systeem uiterst tevreden waren.

De “Tetzner”methode
Een van de artsen die ons veel patiënten stuurde was de beroemde chirurg Hans Tetzner. Samen met hem hebben we meer dan zes duizend knieën behandeld. Hij zelf heeft meer dan dertien duizend knieën geopereerd. Tetzner had zijn opleiding in Amerika genoten. Jaren lang werkte hij als chirurg bij de beroemde Mayo Kliniek in Californie
Zijn aanpak was anders dan bij andere artsen. Hij opereerde eerst in de Spinoza Kliniek en later in de Boerhaave Kliniek in Amsterdam. Beide klinieken bestaan als zodanig niet meer. Als de patiënten waren opgenomen dan kwam eerst de narcotiseur een praatje maken. Dan kwam ik. Ik leerde de patiënt enkele oefeningen die hij ieder uur moest doen voor hij of zij werd geopereerd. Dat waren dan spierversterkende oefeningen voor de Quadriceps, de bovenbeenspieren, mobiliserende oefeningen voor knie en enkel en tenslotte nog wat ademhalingsoefeningen. Direct na de operatie werd de knie ingepakt en in een stalen koker gelegd. De patiënt mocht de knie absoluut niet buigen. Dezelfde dag kwam ik dan naar het ziekenhuis voor een behandeling. Ik haalde de koker er af, verwijderde de vette watten en het verband en masseerde het been zeer licht. Ik raakte de knie uiteraard niet aan. Dan kreeg de patiënt een oefenrecept dat hij ieder uur moest uitvoeren. Iedere oefening acht keer. Ik begon dan met het aanspannen van de Quadriceps, het expliciet omlaag drukken van de knie in het bed. Daarna het been een klein stukje optillen, en zo drie tellen vasthouden. Dan weer ietsje optillen en proberen drie kringen te maken. Eerst links om en dan rechts om. Toen was de voet aan de beurt. Allerlei voetbewegingen en kringetjes. De patient moest altijd goed blijven doorademen en vooral niet persen. Aan het voeteneinde plaatste ik altijd een soort stoof waar de patiënt de voet tegen aan moest drukken, zodat er geen spitsvoet kon ontstaan. Na de behandeling deed ik het verband en de koker weer om de knie en het been. De derde dag mocht de koker en het verband er af. Dat deed ik dan altijd. Er mocht dan licht worden gebogen en er werd begonnen met lopen. Eerst met behulp van een loopfiets en de vierde dag zonder hulpmiddelen. In het begin waren de patiënten bang. “Er kan toch niets gebeuren? De wond kan toch niet open gaan”? De vijfde dag gingen we al voorzichtig traplopen. Zodra de patiënt dat kon, en dat was bijna altijd het geval, dan mocht hij of zij naar huis. De eerste week kwam ik nog naar huis en daarna kwam de patient nog twee weken in de praktijk. Na zes weken mocht de patiënt weer alles doen wat hij of zij wilde. Zelfs weer volop gaan sporten. Dat was een fijne tijd en bovendien leerde ik veel van dokter Tetzner Tegenwoordig krijgen de patiënten na een knieoperatie geen nazorg meer. Alleen als de klachten blijven bestaan dan wil de arts nog wel eens doorsturen. Maar het is beslist niet de gewoonte. Het hoort ook niet meer bij de operatie. Het gevolg is wel, dat de knie vaak zeer lang dik blijft. De patiënt is hierdoor beperkt in zijn bewegingen en bovendien zijn er vaak pijnklachten Het zou mijns inziens beter zijn als de patiënt wel een korte tijd zou worden nabehandeld.

Richtlijnen
Het KNGF heeft een praktijkrichtlijn voor o.a. de meniscectomie. Ik zal u de totale richtlijn besparen. Het is een soort van brochure bestaande uit 31 pagina’s en is gedateerd als nummer 6, 2006. Naast deze brochure bestaat er ook een geplastificeerde folder van deze richtlijn. Ik heb de folder eens doorgenomen met een patient. Na een half uur wilde hij weten wanneer ik begon met de behandeling. De dokter had immers een brief mee gegeven. Daar stond toch alles wat ik moest weten in. Waarom dan zelf nog eens voor dokter spelen? Hij had gelijk. Ik ging behandelen op de wijze die ik op mijn stageadressen had geleerd en uit eigen ervaring.

Als voorbeeld zal ik hier toch een verkorte richtlijn voor het lichamelijk onderzoek bij een meniscectomie vermelden:
Inspectie en palpatie:
• hydrops, synovitis (harde zwelling, niet verplaatsbaar), kleur, temperatuur, vorm.
• Pijn bij belasten
• Statistiek, standafwijkingen
• Actualiteit/fase in het ontstekingsproces

Dan het bewegingsonderzoek:
• gangpatroon (dynamisch symmetrisch, met of zonder krukken
• actieve en passieve stabiliteit
• proprioceptie
• spierkracht (functioneel) flexie, extensie, rotatie, lateroflexie
• gevoel van ‘giving way’
• mechanische stabiliteit
• dynamische balans
• lokale/algemene belastbaarheid

Zo staat de folder vol met aandachtspunten of zoals u wilt richtlijnen. Tegenwoordig spreekt men liever over ‘protocollen’.
Ik moet bij deze richtlijnen altijd denken aan mijn eerste acupunctuurlessen. Daar kreeg ik dan een poppetje met allemaal puntjes er op getekend. Dat waren de acupunctuurpunten waar je de naald moest inprikken. Toen mijn Chinese leermeester, dokter Siow, het poppetje later tegen kwam vroeg hij of ik nooit iets had geleerd en zelf niet kon nadenken. “Weg ermee”. Die neiging heb ik ook met de richtlijnen, hoe nuttig ze ook voor sommige fysiotherapeuten kunnen zijn.

De dagelijkse praktijk
De praktijk breidde zich meer en meer uit. Vaak hadden we meer dan honderd patiënten per dag. Maar we waren een geweldig team. We keken nooit naar de klok. We gingen pas naar huis als de laatste patiënten behandeld waren. En dat was vaak laat!
Voor een groot deel waren we gespecialiseerd in blessures. Daardoor kwamen er zeer veel sportmensen naar de praktijk. We behandelden veel voetballers. Niet alleen van Ajax, maar bijna alle amateurclubs in Amsterdam stuurden hun geblesseerde spelers. Tafeltennissers, basketballers, rugbyspelers, zwemmers, allemaal kwamen ze naar de praktijk.
Het was iedere dag weer een feest. Als ik in mijn receptieboek blader dan kom ik vele bekende namen tegen, naast alle onbekenden die ons even dierbaar waren. Ik lees onder andere: Jaap van Zweden, Edo de Waart, Corry van Gorp, Simone Klijnsma, Johnny Kraaijkamp, Rijk de Gooyer, Ton van Duinhoven, Wim Sonneveld, Robert Long, Prins Bernhard, Pia Beck, Marco Bakker, Karel Appel, Rex Harrison, Rudolf Nureyev, Oleg Popov, balletdansers, waaronder Alexander Radius en Han Ebbelaar, Peter Post, Ton Boot, Edgar Vos, Ed van Thijn en nog veel meer beroemdheden. Het was iedere dag een genot om naar de praktijk te gaan.
Er werd veel gelachen en uiteraard soms ook gehuild.

Tuchtcollege
Zo herinner ik mij een patiënte als de dag van gisteren:

De beroemde chirurg Hans Tetzner stuurde mij een patiënte met knieklachten. Deze vrouw, 76 jaar oud, was erg nerveus en leed bovendien aan de ziekte van Parkinson. Ze werd vergezeld door haar dochter, die erg lief en geduldig met haar moeder omging. De patiënte was veel te zwaar en daar ze altijd een staand beroep had gehad, was het geen wonder dat haar knieën het op een gegeven moment hadden begeven. Een ernstige vorm van artrose. In het verleden was de patiënte meerdere malen bij een fysiotherapeut geweest en dat was haar slecht bevallen. Ik overlegde met Tetzner wat precies de bedoeling was. “Ze moet wat mobieler worden, minder pijn krijgen. Deze mevrouw moet eigenlijk vertroeteld worden.” “Geen zware oefeningen,” zei haar dochter nog. Dus besloot ik rustig te masseren, nadat ik de knieën eerst een kwartier had ingepakt met paraffine omslagen. Lekker warm, ontspannend en goed voor de circulatie. Opeens begon de vrouw te huilen. Lange uithalen. “Ik voel me zo rot,”zei ze. “Ik kan niets meer en iedereen laat me in de steek.”
Haar dochter vertelde me dat ze jaren met stoffen op de markt had gestaan. Nu kon ze niet eens meer rustig een kopje koffie drinken, zonder te morsen. Na de eerste behandeling beloofde ik haar een vermindering van pijn in de knieën. ( Ik stelde de meeste patiënten altijd gerust en beloofde ze altijd dat ik iets aan hun aandoening kon doen)
Ik maakte een uitgebreid rapport en stuurde een kopie naar de specialist en de huisarts. Na de vierde behandeling voelde de patiënte zich een stuk beter. Ze had minder pijn en het scheen haar toe dat ze ook beter kon lopen. In ieder geval wat makkelijker. Ik meldde dit aan de specialist. Toen kwam de terugslag op het geestelijke vlak.
Tijdens de zevende behandeling moest ze ineens weer vreselijk huilen. “Mijn kinderen laten mij verrekken. Zelfs mijn dochter. Ik ben alleen hierheen gekomen, met een taxi. Schande!” Ik kalmeerde haar, gaf haar een glaasje water en een half tabletje Seresta. Dit in overleg met haar huisarts. Door haar toestand duurden de behandelingen steeds langer. Maar ik kreeg haar weer kalm. Het beven werd minder hevig en ‘ze had er weer zin in’. Op verzoek van de specialist en van mijn patiënte verlengde ik de behandeling. Het ziekenfonds waarbij mevrouw verzekerd was, wilde eerst een keuring. Dit werd geregeld zonder dat haar huisarts of haar specialist hiervan in kennis werden gesteld!
Het resultaat was verbazingwekkend. Ze mocht niet meer behandeld worden. De arts die haar had gekeurd was een orthopeed die ik niet kende. Ik had ook nog nooit van de man gehoord. Ik belde de dokter op. Na veel vijven en zessen wilde hij wel even aan de telefoon komen. “Ik wil graag even overleggen waarom mevrouw niet meer behandeld mag worden,”zei ik. De dokter wenste hier niet op in te gaan. Hij sprak niet zo graag met mijn soort, zei hij letterlijk. Ik was perplex wat verbeelde deze beginnende orthopeed zich wel! Ik belde hem nogmaals, maar meneer kwam niet meer aan de telefoon. Hij had betere dingen te doen. Ik schreef op advies van andere artsen een brief naar het Medisch Tucht College. Het college nam de zaak hoog op en er volgde een zitting. Tot mijn stomme verbazing werd er een brief ingebracht van mijn patiënte. Keurig met de hand geschreven, waarin mevrouw in juridische termen te kennen gaf niet meer door mij behandeld te willen worden. Dat “beetje wrijven en die warme pap”hielpen immers niet. Bovendien was het ook niet de moeite waard om voor tien minuten helemaal naar mij te moeten komen. Daarvoor was de reistijd te lang. De orthopeed, keurig in grijze broek en blauwe blazer, kwam heel arrogant over. Het irriteerde zelfs de rechter. Hij liet zich juridisch bijstaan door de toenmalige advocaat Anneke Goudsmit. Ik voerde mijn eigen verweer. Ik vertelde de rechters dat de ingebrachte brief onzin was. Ten eerste kon mevrouw vanwege haar Parkinson nauwelijks schrijven en ten tweede was haar kennis van de Nederlandse taal, met alle respect, niet van dien aard dat zij een dergelijke brief had kunnen schrijven. Die moest haar op zijn minst zijn ingefluisterd. De uitspraak volgde na zes weken.
De opmerking over mij werd hem zeer kwalijk genomen. Er was geen duidelijke reden naar voren gekomen waarom de patiënte de behandeling zou moeten staken. In tegendeel zelfs. Bovendien moest de orthopeed zijn excuus aan mij aanbieden,. De orthopeed ging in hoger beroep. Dus met z’n allen naar Den Haag. Daar werden nog meer leugens ingebracht. De rechter vroeg wat de dokter bedoelde met “uw soort”? De orthopeed ging nu stotteren, kreeg een rood hoofd en zei dat hij bedoelde dat de fysiotherapeuten altijd dachten dat zij arts waren. De rechter moest lachen. De dokter moest zich wel realiseren dat hij onder ede stond.  Toen toverde zijn advocaat weer een brief te voorschijn met de mededeling dat patiënte slechts vier keer was behandeld en dat ik veertien keer bij het ziekenfonds had gedeclareerd. Gelukkig had ik de afsprakenkaartjes van de patiënte in mijn bezit. Die had ze tijdens haar laatste behandeling vergeten. Ze zaten netjes in een plastic hoesje samen met haar lidmaatschapskaart van het ziekenfonds. Er stonden vijftien afspraken op. Ik overhandigde de rechters mijn status van de patiënte. Hier stond alles keurig op vermeld. Haar huilbuien, de Seresta, de koffie, de glazen water, de vele gesprekken en natuurlijk de therapie. Bovendien had ik ook de duur van de behandelingen vermeld. Dat patiënte mij na iedere behandeling ongevraagd een kus gaf en het jammer vond dat ik haar zoon niet was, vermeldde ik ook nog even. De voorzitter van het Hof gaf de arts tijdens de zittint nog een berisping voor zijn arrogante houding. Weer zes weken later kwam de uitslag. De arts kreeg nu een officiële waarschuwing. Hij had zich niet zoals een arts betaamt tegenover mij gedragen. Bovendien was patiënte juist zeer tevreden over mij en de behandeling.
Tenslotte werd de klacht van de orthopeed dat “Muller alleen maar sportmensen behandelt”weggehoond. Hun beschuldiging over de vermeende malversaties van het ziekenfonds werd afgedaan als lasterpraat. En dat ik hierover geen klacht wilde indienen werd bestempeld als nobel. Een week later kreeg ik een excuusbrief van de dochter. Haar moeder had helemaal niet begrepen waarover het ging. Ze had alleen maar een keer haar handtekening ergens onder moeten zetten. Ik heb haar nog jaren behandeld, met respect van beide kanten. De orthopeed praktiseert nog steeds. Alleen niet meer in Amsterdam.

Notities maken
Waarom nu ook weer deze patiënte genoemd. Ten eerste moeten we te allen tijde onze handelwijze, onze bevindingen, de gesprekken met de patiënt, arts en specialist goed notuleren. Ook de brieven en de verslagen naar de arts en specialist zorgvuldig bewaren. De mondelinge afspraken met patient, arts en zorgverzekeraar altijd op schrift stellen en indien  nodig bevestigen. Tegenwoordig kan dat allemaal op de computer en dus is een mail snel verstuurd. Of soms zelfs nog per fax kan dat. Dan moeten we ons niet laten kleineren, door niemand. Ons beroep is zeer waardevol. Duizenden patiënten hebben baat bij onze hulp. En mochten we soms misschien een beetje ‘de dokter’ lijken, dan doen we dat in het belang van de patiënt en zeker niet om ‘dokter te spelen’. Die tijd hebben we gehad! Wel worden we geacht SMART te werken: Specifiek, Meetbaar, Acceptabel, Realistisch en Tijdgebonden. Wie zou deze termen hebben bedacht? Wat blijft er van ons ‘vrije, mooie’ beroep nog over?

De Beroepsorganisatie II
Vroeger was de beroepsvereniging het Nederlands Genootschap een echte club van collega’s. Daar kon je terecht met vragen, zoals het opstarten van een praktijk, afsprakenkaartjes, de tarieven en nog veel meer. Tegenwoordig is het Koninklijk Genootschap voor Fysiotherapie veel meer een club die het beroep alleen maar moeilijk maakt. Er worden verplichtingen opgelegd, nog los van het veel te hoge lidmaatschapgeld, die niet goed zijn voor het beroep. Een beroepsorganisatie is er voor de leden en moet altijd proberen om het beroep zo mooi en eenvoudig te houden of te maken. Ze is helaas geen echte professionele club. Al is het tegenwoordig gelukkig beter dan voeger.
Ze huren wel experts in, maar ze moeten een voorbeeld nemen aan de artsen, specialisten. Die vechten voor hun leden in alle opzichten. Die maken een vuist met zijn allen. Wij blijven een veel te bescheiden vereniging, waar men gemakkelijk over heen loopt. We moeten veel meer doen aan onderzoek. Bewijzen dat fysiotherapie echt helpt. Zelfs beter is dan medicijnen. Niet klakkeloos aannemen dat een rugblessure beter met rust dan met behandelen kan genezen. Dat is lang niet altijd het geval. In mijn tijd dat ik nog voor de NVVF naar Den Haag mocht gaan en met onder andere de heren Dees en Franssen (om er maar twee te noemen) heb gesproken waren ze het roerend met mij eens. Jammer, maar waar.
Er worden ons tegenwoordig zo veel verplichtingen opgelegd dat we naast ons werk als fysiotherapeut veel meer zaken moeten doen. Ongelukkig ben je als je geen computer hebt. Je wordt er toe gedwongen. En iedereen vindt het de gewoonste zaak van de wereld. Schaf maar weer een nieuw programma aan. Doe maar precies wat de verzekeringsmaatschappijen willen. We pikken alles maar. Waarom gaan er zoveel fysiotherapeuten over op de fitness? Anderen verkopen allerlei spullen in de praktijk. Vitaminen, hoofdkussens, voetzooltjes, ga zo maar door. Dat is jammer en mijns inziens ook niet nodig. Ons tarief is al die jaren afgeroomd. Het is dus te weinig. De beroepsorganisatie heeft nauwelijks duidelijk kunnen maken dat een fysiotherapeut een wezenlijke bijdrage levert aan de gezondheidszorg. Dat wij vakmensen zijn met een enorme vakkennis. Kappers, loodgieters, schilders, stukadoors verdienen veel meer per uur. En hoeven er ook niet zoveel bijzaken voor te doen. Er is dus tot nu toe nauwelijks gedegen onderzoek gedaan naar het nut van de fysiotherapie. Onder redactie van collega Thomas J.A. Terlouw is een mooi boek verschenen: “Geschiedenis van de Fysiotherapie gezien door andere ogen”. Ik lees hierin dat op 30 november 1889 werd opgericht het genootschap ter beoefening van de heilgymnastiek in Nederland. Nu is het dan het KNGF. In 1891 kwam het eerste tijdschrift, gewijd aan de Heilgymnastiek. (nog geen massage). We lezen ook dat de heilgymnastiek een onderdeel vormt van de geneeskunde. Toch ondanks alle voorschriften, protocollen, blijft ons vak mooi en boeiend.

Eigen inzicht?
Toen ik begon kon je met je kennis en inzicht iemand goed behandelen. Tegenwoordig volg je andermans kennis. De kennis van het Genootschap voor Fysiotherapie. Ze schrijven via protocollen de behandeling voor. Over de knie heb ik het al gehad, maar zo is er voor bijna iedere aandoening een richtlijn. Zelfs voor de Fysiotherapeutische Verslaglegging. Vroeger hadden we een kaart, waarop we uitgebreid iedere behandeling vermeldden. Hierop stond dan de naam, geboortedatum, en adres van de patiënt, de huisarts en/of specialist, de aandoening, de therapie die wij wilden toepassen en de data dat patient werd behandeld. Indien nodig werden er metingen gedaan, die dan ook werden vermeld. Bij de kaart werd de verwijsbrief met de diagnose en de bevindingen van de verwijzer gedaan. Dat was dan meer dan genoeg. We konden direct met behandelen beginnen. Nu is er in 2003 een richtlijn uitgegeven door de beroepsorganisatie. Die omvat acht uitgebreide punten.

Een stappenplan met verwijzing en aanmelding:
• persoonsgegevens van de patiënt
• verzekeringsgegevens van de patiënt behandelend fysiotherapeut
• huisarts
• verwijsgegevens: – Verwijzer
Specialisme van de verwijzer
Verwijsdatum
Verwijsdiagnose / diagnostische gegevens
Eventuele consultvraag
• Anamnese
• Contractreden / hulpvraag van de patiënt
• Ervaren problemen aangaande functioneren
• Medische (voor) geschiedenis
• Andere of eerdere verleende zorg

• Onderzoek

• Diagnostische verrichtingen
• Bevindingen van de fysiotherapeut
• Resultaten van onderzoek

Zo gaat de verslaglegging maar door. Er zijn bovendien nog een scala aan Plusgegevens. Om dol van te worden. Ik denk dan maar dat het richtlijnen zijn. Want als je echt volgens deze richtlijnen zou gaan werken dan ben je alleen al aan het ontvangen van een patiënt een paar uur bezig. Gelukkig zijn er tegenwoordig computerprogramma’s die een stuk eenvoudiger en veel sneller zijn te gebruiken.

Wij gingen vroeger (en dat doe ik nu nog steeds) als er een patient kwam al bij de eerste behandeling, of zoals u wilt afspraak, direct na een kort inleidend gesprek over tot het behandelen. Tegenwoordig bestaat de eerste ‘behandeling’ uit een vraaggesprek. Daar zijn de meeste patiënten niet erg blij mee. Ze willen zo snel mogelijk van hun klacht af. Onder het behandelen kan men ook praten met de patiënt

Als ik na het ontslag van een patiënt een brief naar de huisarts of specialist stuur dan krijg ik steevast de opmerking dat de brief veel te uitvoerig is. “Ik heb al zo weinig tijd en dan nog al die brieven. Een kort resumé is voor mij meer dan voldoende.
Dat jij voor zulke brieven de tijd hebt. Ongelooflijk”. Daar kan ik het dan mee doen. Ik heb er ook de tijd niet voor, maar ik moet wel. Gelukkig had ik de hulp van een fantastische secretaresse en mijn vrouw.

Nu begrijp ik best dat een pas afgestudeerde fysiotherapeut een dergelijke Richtlijn als voorbeeld best kan gebruiken, maar na verloop van tijd krijgt hij toch zijn eigen invulling.
Ook daarom zou hij/zij eerst een jaartje mee moeten lopen met een gevestigde collega. Dat zou voor beiden goed zijn. Ze kunnen van elkaar leren!
In plaats van een machtiging heb je tegenwoordig te maken met een contract. Hierover lopen de meningen sterkt uiteen.
De meeste fysiotherapeuten hebben een dergelijk contract, maar er is wel veel discussie over. Een aantal denkt zonder contract mogelijk een hoger tarief te kunnen berekenen, gebaseerd op de kwaliteit van het geleverde werk. Maar het feit dat een zorgverzekeraar dan voor een patient minder vergoedt dan aan de behandelaar die wel een contract heeft, weerhoudt nog veel fysiotherapeuten van het zetten van de definitieve stap om geen contract meer af te sluiten.
Het beste zou mijns inziens zijn dat een patient zelf de fysiotherapeut betaalt. Hij kan dan zelf het bedrag van de nota bij zijn/haar zorgverzekeraar terug vorderen.
Dat systeem kennen ze onder andere in België.

Het masseren
Voor mij was het masseren van zeer groot belang. ‘Het voelen’, daar gaat het om. Waarom zijn blinde masseurs zulke goede vaklieden? Zij ‘zien’ alles met hun handen. En dat ios een zeer belangrijk onderdeel van het behandelen.
Daarom ga ik hier wat dieper in op het masseren. De term, ‘Hands off’, die tegenwoordig veel wordt gebruikt, ken ik niet. Ik wil een klacht kunnen voelen. Ik wil weten waar de patiënt echt pijn heeft. Of de spieren inderdaad hard en gespannen zijn. Dan moeten eerst de spieren weer soepel en los worden gemasseerd voordat de patiënt met oefeningen kan beginnen. Vaak komen er patiënten bij mij voor een second opinion. Ze hebben dan al geruime tijd pijn in de rug, in de nek of elders. Ik constateer dan vaak harde, gespannen spieren. Op de vraag of ze gemasseerd worden is het antwoord bijna altijd “Nee”. En dat is jammer. Oefeningen doen is prima, maar het moet wel kunnen zonder pijn. Spierpijn mag in lichte mate. Maar niet zodanig dat men zich een paar dagen niet kan bewegen. Het beste recept dat wij nog steeds toepassen bij spierpijnen is: beginnen met warmte. Wij geven meestal paraffinepakkingen. Dan rustige, cederende massages. Is de pijn minder en de patiënt kan zich weer goed bewegen dan krijgt hij/zij een oefenschema. De oefeningen moeten dan ook thuis worden gedaan. Dat wordt door ons zorgvuldig gecontroleerd. Want vaak zegt een patiënt ‘Ja’, maar is het ‘nee’! Dat laat ik de patiënt een paar oefeningen even voor doen. En dan weet hij/zij ze opeens niet meer zo goed! Een massage bestaat uiteraard niet alleen uit fricties. Bij meerdere patiënten werden fricties met de elleboog uitgevoerd. Dat is natuurlijk raar. Met de handen kan men voelen. Eventueel ook met de voeten, maar zeker niet met de elleboog.

Bij massage kennen we vijf verschillende handgrepen:
• Effleurage, het wrijven of strijken. Het beïnvloedt de bloed- en lymfestroom.
• Petrissage, het kneden. Heeft een diepere werking dan de effleurage. Het kneden is speciaal voor de spieren. Het veroorzaakt een goede doorbloeding, waardoor er een ontspanning en pijnvermindering kan ontstaan. Bij snel kneden wordt het weefsel geactiveerd en bij langzaam kneden ontspannen de spieren.
• Frictie. Frictioneren doet men door met een constante druk op de huid kleine cirkeltjes te maken.
• Het wordt toegepast bij diepliggende spierverhardingen en soms bij geïrriteerd gewrichtskapsel en bij spier- en peesaanhechtingen. Het geeft een sterke doorbloeding in een klein gebied.
• Het is een pijnlijke behandeling, die vaak met ijspakkingen wordt toegepast. Ik deed het nooit zo hard dat ijs nodig was. Maar ik heb het regelmatig gezien van collega’s, tot blauwe plekken aan toe. Ik vind dat men dan te hard te werk is gegaan. Bovendien is het gevaarlijk. Er kan hierdoor zelfs een myositis ossificans ontstaan. ( na een ongeval of te harde ingreep ontstane verkalking van beschadigde spiergedeelten rondom de plaats van de blessure of ingreep)
• Hakken en kloppen, Dit werd vroeger bij een ‘echte’ sportmassage toegepast. en ziet het nog wel bij het wielrennen. Kloppen past men nog wel toe bij bepaalde longaandoeningen waarbij slijm vastzit. Men was er een tijd op tegen, maar tegenwoordig past men deze methode weer meer toe Ik zelf heb er goede resultaten mee bereikt. Het slijm komt los en de patiënt kan nu ook beter ophoesten en daardoor beter en makkelijker ademen.
• Vibreren en schudden. Vibreren paste men vroeger veelvuldig toe. Het is het zeer snel geven van trillingen loodrecht op de huid. Vibreren kan worden gedaan met de hele hand, de vingertoppen of met een machine. Het schudden van spieren past men vaak toe aan het einde van een sportmassage. Speciaal bij de armen en de benen.

Voorzorgsmaatregelen
Massage is een intensieve bezigheid. Soms ook voor de patiënt. Het komt regelmatig voor dat een patient na het masseren moet plassen, of wat slaperig is. Toen ik nog wel eens examen af nam op de Vakschool, was ik zeer streng ten opzichte van het masseren. Niet zo zeer of de student wel heel goed kon masseren, maar meer of hij/zij wel de nodige voorzorgen had genomen.
• Handen wassen
• Geen lange, onverzorgde nagels.
• Geen ringen of horloge dragen
• Geen lange halsketting om de nek.
• Voldoende tussenstof
• De patiënt moest goed en ontspannen liggen.
• De lichaamsdelen die niet werden gemasseerd afdekken.

Dat vond ik erg belangrijk. Het goed masseren leer je alleen in de praktijk en vaak pas na een paar jaar. Hoe gek het ook klinkt. Helaas wordt er tegenwoordig te weinig aandacht besteed aan het masseren. De nadruk ligt veel meer op ‘revalideren’ . Ook in de sport zie je de fysiotherapeut in een mooi trainingspak met een geblesseerde speler op het veld rondjes lopen. Dat is niet de eerste prioriteit van de fysiotherapeut. Zo een speler moet worden overgedragen aan de hersteltrainer. De fysiotherapeut moet zich bezig houden met de geblesseerde spelers binnen en niet buiten. Daar zijn andere vakmensen voor.

Hoewel ik er niet meer direct bij betrokken ben houden de sportblessures mij nog steeds bezig. Waar door zijn er in de afgelopen tijden zo veel jonge sporters getroffen door een hartaandoening? Sommige sporters zijn zelfs overleden? Met de moderne technieken moet je toch kunnen vaststellen of een sporter een hartafwijking heeft. En toch slippen er altijd een paar door, waarvan men de aandoening niet heeft ontdekt, met alle gevolgen van dien. Ik zou het graag verder willen onderzoeken. Waarom duurt het vaak zo lang voordat een blessure is genezen? Waarom wordt er zo weinig gemasseerd? Ik ben nu vijftig jaar bezig en ik ben nog lang niet klaar.
Langs deze weg bedank ik iedereen die het mij mogelijk heeft gemaakt om met zoveel plezier te mogen werken. Mijn vrouw, mijn geweldige medewerkers, de artsen, al de studenten die bij ons stage hebben gelopen en natuurlijk mijn fantastische patiënten.

Amsterdam, juni 2011

*Eerdere uitgaven:

* Sport en Ongevallen
* Alles over Sportblessures
* “Tot vanavond en lief zijn hoor”
* Mijn AJAX
* Blootgeven
* Blootgegeven
* Nunes Vaz
* Mijn Ajaxjaren

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